Philippinen Reisen Blog Rotating Header Image

Schattenseiten

Die manchmal nicht so schönen Dinge

Reisewarnung

Das Wahlfieber in den Philippinen wird heisser und heisser je näher der Wahltermin rückt. Die Bürgermeisterin von Gingoog City in Misamis Oriental ist nur 15 Kilometer im Hinterland der Stadt von kommunistischen Rebellen überfallen und schwer verletzt worden. Ihre zwei Schutzpersonen sind tot.

Berichte wie diese häufen sich zur Zeit aus dem Norden bis in den Süden der Philippine, wo eine blutige Politik mit Korruptionsgeldern auf die Sieger warten. Wähler und Stimmen müssen gekauft werden. Davon haben dann Familien einen Tag oder eine Woche Essen auf dem Tisch. Damit erwerben sich die Politker das angebliche Recht die öffentlichen Kassen plündern zu können.

Um diese Gelder vor der Wahl für den Wahlkampf aufbringen zu können, scheuen einige Politker nicht davor zurück in den Drogenhandel einzusteigen oder Banken überfallen zu lassen.

Für die Abenteuer-Reisenden ist diese Zeit nicht die richtige um tiefer ins Hinterland zu reisen. Nicht weil die NPA (kommunistische Rebellen) diese zum Ziel hat, sondern ganz einfach weil man schnell ungewollt ins Kreuzfeuer geraten kann. Die NPA, die Armee und rivalisierende Privatarmeen von Politkern gehen sich systematisch gegenseitig an die Kehle.

Verschiebt Euro Abenteuer in den Philippinen auf eine Zeit nach den Wahlen am 13. Mai 2013.

Hausgemachtes

Hausgemachte Erdnusscreme

Hausgemachte Erdnusscreme

Leicht, locker und cremig ist die hausgemachte Erdnusscreme. Sie läßt sich selbst aus dem Kühlschrank leicht auf das weiche Brot aufstreichen. Lecker schmecken tut sie zusätzlich.

Die Topflappen sind auch in Heimarbeit gemacht. Schön sind sie anzuschauen. Sie haben farblich schön zusammen passende Muster und ergeben sicherlich in jeder Küche einen Farbkleckser zum Hingucken.

Was beide so grundsätzlichen Dinge zusammenbringt, ist aber ein einziger Grund. Die Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung von Millionen Menschen in diesem Lande. Viele Menschen müssen sich etwas einfallen lassen um Geld zu verdienen, denn der Staat läßt sie im Regen stehen, wie in so vielen Dingen in diesem Land.

Handgearbeitete Topflappen

Handgearbeitete Topflappen

Behinderter Kugelschreiberverkäufer

Behinderter Kugelschreiberverkäufer

Behinderter verkauft Kugelschreiber vor dem Rathaus

Vor dem Büro der Stadtverwaltung zur Anmeldung jeglicher Geschäfte in der Stadt, hat sich ein Behinderter im Rollstuhl mit seinem mobilen “Rollstuhl-Laden” plaziert um den Besuchern Kugelschreiber und andere Kleinigkeiten zu verkaufen.

Behinderte haben in diesem Land ein schweres Leben. Auf der einen Seite hat man Mitleid mit Ihnen, traut Ihnen aber auf der anderen Seite keinerlei Selbstinitiative und Ausbildung in einem Beruf zu, sondern nur eine Existenze als Bettler.

Behinderter Kugelschreiberverkäufer

Behinderter Kugelschreiberverkäufer

Dabei wäre er so gerne Basketballspieler geworden. Ich habe nicht gefragt, ob er die Behinderung durch einen Unfall oder bereits seit Geburt hat.

Haushilfen die Zweite

Haushilfen beim Feuerholz machen

Haushilfen die Zweite:
Haushilfen beim Feuerholz machen

Die Idee war, wir geben den Menschen einen Job, der sich selbst ins Verdienen bringt. Rund ums Haus wachsen viele Teak- und Ipil-ipilbäume, dazu auf einem Hektar ein kleiner, dichter Teakwald. Hier sollten sie Holz schlagen und zu Feuerholz verarbeiten. Sie sollten pro Bündel zu einem Festpreis bezahlt werden. Wir wollten gegen einen kleinen Aufschlag das Feuerholz in uns bekannten ‘Eateries’ und ‘sari-sari stores’ verkaufen. Nebenbei sollten sie das Grundstück sauber halten, also Laub fegen und Gras kurz halten.

Unter dem großen Dach unserer ‘dirty kitchen’ bekamen die drei Helfer einen Platz, wo sie ihre Schlafstelle einrichten konnten. Wasser und Strom für Licht waren vorhanden. Sie sollten sich selbst verpflegen.

Die erste Woche fing damit an, da sieh kein Geld hatten einen Vorschuss brauchten. Das war insoweit auch in Ordnung. Was dann nicht so ganz in Ordnung war, dass sie die täglichen Dinge zur Körperhygiene kaum eingekauft hatten und Reis und ein paar Konserven für höchstens drei Tage, dafür aber reichlich Packungen der verschiedensten Zigarettensorten. Prompt standen sie nach zwei Tagen da und hatten nichts zu essen und waren der Meinung wir würden sie schon mit durchfüttern. Es gab einmal etwas extra zu essen und das war ein Fehler. Ein Tritt in den Allerwertesten wäre besser gewesen, denn nur das verstehen sie. So wie sie hier von vielen Geschäftsleuten chinesischer Abstimmung und auch von ihren eigenen Landsleuten behandelt werden. Mitleid mit dieser Sorte von Menschen ist völlig fehl am Platz, egal ob es sich um Menschen von einem Stamm oder armen Leuten aus der Stadt handelt. Diese wird von ihnen als  Gutmütigkeit sofort ausgenutzt und als Schwäche ausgelegt.

Die nächste Woche sah dann bereits zwei der Jungs an der Arbeit und der dritte hatte sich zu ihrem Boss gemacht und gab nur noch Anweisungen. Am Sonntag wollten Sie ihre Verwandten besuchen und zur Kirche. Ihre Verwandten haben sie vor der Kirche in einer Karaoke gefunden. Dort haben sie dann den nächsten Vorschuß in alkoholische Getränke und mehr Zigaretten umgesetzt. Zur Kirche haben sie es dann nicht mehr geschafft. Am Montag kamen sie dann mit schwerem Kopf gegen 11 Uhr wieder zurück. Die Arbeit wurde weiter vernachlässigt aber dafür nach Essen gefragt. Der Vorschuß war auf den Kopf gehauen worden.

Diese Woche sah düster für die Jungs aus. Bis die erste Feuerholzladung trocken genug war und gebündelt werden konnte. Eine Lieferung wurde fertiggemacht und auf den Multicab geladen und ins Dorf gefahren. Nach Abrechnung bliebt nach Abzug der ganzen Vorschüsse nicht viel übrig. Das wurde dann schnell in 2 kg Reis und Zigaretten umgesetzt. Die Herstellung von Feuerholz wurde immer geringer. Vorschuss gab es nicht mehr. Wahrscheinlich mussten sie hungern. Es schien ihnen egal zu sein solange sie Zigaretten hatten.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde uns klar, dass das Experiment gescheitert war. Nach späteren Drohungen gegen die Schwester meiner Frau, sie mit der Machete zu erschlagen, wurde ihnen kurz nach den Aufwachen erklärt, sie hätten uns sofort zu verlassen.

Heute sind sie wieder dort, wo wir sie gefunden hatten. Sie sitzen in einem verlassen Gebäude ohne Türen und Fenster, die sind als Feuerholz verfeuert worden, ohne irgendwelche Einrichtung auf dem Fußboden bohren in der Nase, rauchen und machen mehr Kinder.

Unser Fazit, Mitleid und Hilfe sind absolut sinnlos.

Haushilfen beim Feuerholz machen

 

Kleiner Strassenjunge

Kleiner Strassenjunge

Ich brachte die Kinder zum Busbahnhof in der Stadt. Dieser kleine Junge lungerte herum und hängte sich an unseren Multicab. Kurz darauf kam die Frage nach Geld, die mir auf diese Weise in diesem Land gewaltig auf den Keks geht.

Dem kleinen Jungen kann ich keine Schuld daran geben, aber den dummen Erwachsenen und Jugendlichen, die ihn anweisen.

Auf die Frage wo denn Mama sei, kam die Anwort: “Mama ist weggelaufen.”

Auf die Frage wo denn Papa sei, gab es diese Anwort: “Papa ist zu Hause und schläft.”

Bei solchen Vorbildern, wird es wohl nicht allzu lange dauern bis der kleine Junge ein richtiger Strassenjunge ist, und an der Lösungsmittelflasche schnüffeln wird.

Kleiner Strassenjunge



Banner Fernreisen 300x250

Wohnen am und über dem Kanal

Wohnen am Kanal

Wohnen am Kanal

Das Leben am Kanal ist kostenlos und kostet trotzdem seinen Preis. Abwässer und Unrat landen durch unzureichende Hygiene direkt im Kanal. An den Gestank mag man sich gewöhnen können und es selber nicht mehr riechen, wenn man hier wohnt. Der Gestank zieht trotzdem in die Kleidung. Ratten und anderes Ungeziefer machen die Wohngegend auch nicht gerade zum gesündesten Platz in der Stadt.

Etliche dieser sogenannten Wohnungen und Häuser haben sogar einen Stromanschluss und manche auch einen Wasseranschluss, wie man an den Schlauchleitungen sehen kann.

Gefährlich werden diese Wohnplätze auch bei Gewittern, Stürmen und anhaltenden Regenfällen. Das Wasser steigt schnell bis in die Hütten. Auf dem zweiten Foto sieht man noch den Schlamm von der letzten Überschwemmung.

In diesen Behausungen sieht man trotzdem viel lachende Gesichter aber auch viel Elend von gerade alten Menschen.

Wohnen am Kanal

Günstige Stromtarife und Anbieter bei PrizeWize

Illegales Computer Glücksspiel

Illegales Computer Glücksspiel

Illegales Computer Glücksspiel – Carrera

Meist mit japanischer Software ausgestattet, kleinen Bildschirmen, gebraucht und älteren Datums werden überall im Land wo es einen Stromanschluss gibt illegale Compter-Glücksspiele unter dem Namen “Carrera” betrieben. So auch in meiner Nachbarschaft.

Die Maschine wird mit ein Peso Münzen gefüttert um meist ein simuliertes Pferderennen zu starten. Der Spieler hat einige Knöpfe um das Rennen zu beeinflussen.

Da diese Spiele illegal sind, findet man die kleinen Maschinen meist in fensterlosen Hinterräumen mit verstellten Eingängen. An einem bereits etwas zurückliegenden Tag, es war bereits dunkel, hörte ich lautes Geschrei und Gelächter aus der Richtung, in der so ein Carrera Gerät steht. Einer der Spieler hatte den Jackpot getroffen und die Maschine spukte ein Peso Münzen aus ohne Ende. Am Ende waren es weit über P1000.

In einer Nachbarschaft wo einfache Arbeiter am Tag P150-250 verdienen oder arbeitslos sind, ist dies eine Menge Geld.

Der glückliche Gewinner gab seinen Freunden etwas vom Gewinn ab, einem anderen gab er Geld um eine grosse Flasche Rhum zu besorgen, damit das Ereignis auch gebührend gefeiert werden konnte. Von dem ‘guten Freund’ und den P100 für die Flasche hat an diesem Abend keiner mehr was gesehen und der Ärger begann.



Pokerbuli - die kostenlose Online-Pokerbundesliga!

Typischer philippinischer Verkehrsunfall

Typischer philippinischer Verkehrsunfall   Typischer philippinischer Verkehrsunfall   18-verkehrsunfall-03

Hauptverkehrsstrasse aus der Stadt heraus in einem Vorort. Auf der rechten Spur gibt es einen leichten Auffahrunfall. Beteiligt sind ein Jeepney und ein Personenkraftwagen.

Die Polizeiwache ist nur wenige Meter auf der anderen Strassenseite und die Beamten fahren wichtig vor.

Sie begutachten die Unfallstelle, machen Fotos mit einer digitalen Kamera und die notieren die Kennzeichen. Das war die Unfallaufnahme.

Der nachfolgende Verkehr wird wegen dem einen blockierten Fahrstreifen sich selbst überlassen und macht das, was immer gemacht wird. Es wird dort gefahren wo Platz ist. Wo ist der meiste Platz? Genau, auf der Gegenspur.

Bei der Unfallaufnahme haben die Polizisten die Führerscheine der Beteiligten eingezogen und diese gebeten ihnen zur Polizeiwache zu folgen. Dort wird sich nun zeigen, wer in einer besseren Position ist. Wer kennt wen, wer hat welche Beziehungen, wird Geld fliessen und ähnliches?

Für alle ausländischen Fahrer, seid gewarnt, ihr werdet immer Schuld haben. Aus dem einfachen Grunde, wenn ihr nicht ins Land gekommen wärt, wäre das nicht passiert. Zu dieser Auslegeung tendieren etliche Richter.



seekpart24

Sikad – gut für Alles

Sikad - gut für Alles

Sikad – gut für Alles

Diese Menschen hier, wohnen (hausen) in einer Seitenstrasse am grossen Markt. Eine Einnahmequelle für unausgebildete, im arbeitsfähigen Alter sich befindende Personen, ist das Fahren eines Sikads. Sikads werden zur Personenbeförderung in der näheren Umgebung, wie zum Beispiel vom Markt zu einer Subdivision, einem Wohngebiet oder einer Mall auf Nebenstrassen eingesetzt.

Diese Sikads hier dienen, wenn sie nicht im Einsatz sind auch als Wohnraum. Für den einen ist das Sikad ein Schlafzimmer; für die junge Familie ein Wohnraum wo das Kleinkind gefüttert und versorgt werden kann.

Ein neues Sikad kostet rund P6.000. Wer kein eigenes Sikad hat, kann sich eines mieten für rund P30 am Tag um mit seiner Fussarbeit Geld zu verdienen.



Banner

Papa ist auf der Palme

Papa ist auf der Palme

Auf dem Weg entlang dem National Highway musste ich über die Flussbrücke. Unten am Fluss und auch unter der Brücke haben arme, landlose Menschen ihre Häuser gebaut.

Ziemlich dicht am Ufer und direkt neben dem Haus steht eine Kokospalme. Am Ufer stand eine Tochter der Familie, eine weitere steht in der ‘dirty kitchen. Papa sitzt oben in der noch jungen Kokospalme und holt die reifen Nüsse herunter.

Als sie bemerkten, dass ich sie bemerkt hatte und mich zum fotografieren bereit machte, gab es wiedermal das ‘philippinischen Lächeln’.

Danke, das macht immer wieder einige andere, unschöne Dinge wett.

 

Papa ist auf der Palme
Uupsis Stofftiere : ohne Schadstoffe in höchste Qualität



xxx