Die See ist nicht immer ruhig. Vielleicht es irgendwo einen Sturm gegeben. Das führt selbst zu einem aufgewühlten Seegang wenn sich kein Lüftchen bewegt und die Sonne scheint.
Wasser
Freund und Helfer bringt Wasser
Unsere Wasserversorgung war durch eine Unterbrechung in der Leitung und durch Wasserdiebstahl für mehrere Tage ausgefallen. (Darüber in Kürze mehr hier.) Die Freunde und Helfer einer privaten Firma kamen mit ihrem Tanklöschfahrzeug um unseren Wassertank aufzufüllen.
Ein herzliches Dankeschön an die freiwilligen Helfer der “REBISCO FIRE VOLUNTEERS”.
Alltag in einem Fischerdorf
Den Parkplatz der Fischerboote in dem Fischerboot habe ich am Strand gefunden. Es war wirklich kaum noch Platz für etwas anderes. Die aufgereihten Boote wurde zum Aufhängen der frisch gewaschenen Wäsche genutzt.
Auf der Dorfstraße herrschte reges Treiben. Die wenigsten Häuser haben eine eigene Wasserversorgung. Immer wieder gibt es öffentliche Wasserstellen von wo das tägliche Brauchwasser herangeschafft werden muss.
Hier rechts hinter den Häusern ist schon der Strand mit den geparkten Fischerbooten.
Frauen verkaufen den am Morgen frisch von der Palme geholten Palmwein und haben ihren Spaß als ich sie fotografiere.
Der Fischer der sein Netz repariert und richtet gibt ein wundervolles Motiv. Er will nicht direkt in die Kamera schauen, um so besser. Im Hintergrund ist eine der öffentlichen Wasserstellen. Viele der Frauen waschen gleich hier die Wäsche, bevor sie oder jemand anders das Wasser zum Haus schleppen muss. Wenige Meter davon entfernt, dienen die geparkten Fischerboote als Trockenvorrichtung.
Den Kindern an einer weiteren öffentlichen Wasserstelle nehmen hier ihr tägliches Bad und verbinden es mit Spielen. Der jüngere der beiden ist so im Spiel mit dem Wasser vertieft, er hat mich nicht bemerkt.
Der Ort hat einen Anleger für größere Schiffe, die nicht mehr kommen. So gammelt der Anleger so vor sich hin und wird von einem Angler genutzt. Der versucht noch eine Mahlzeit zum Mittagessen aus dem Meer zu ziehen.

Eine Idyllische Flussmündung
Eine idylissche Flussmündung und der Fotograf steht auf der Brücke. Auch wenn der Fluss an einem größeren Ort vorbeifließt, sieht er dafür sehr sauber aus.
Einige Kinder haben den Fluß als ihren Spielplatz auserkoren und schwimmen darin.
Auf der anderen Brückenseite mündet der kleine Fluss neben einem ebenso kleinen Fischerhafen in der Provinz. In einem toten Seitenarm des Flusses haben einige Bootsbauer ihr zu Hause gefunden. Dazu komme ich später mit anderen Bildern dazu
Am Cagayan Fluß
Weiter flußaufwärts ist der Cagayan Fluß wilder. Dort wird er Wildwasserfahren genutzt. Hier in Höhe des Rathauses von Cagayan de Oro fließt er ruhig dahin. Das aber auch nur wenn er nicht gerade Hochwasser führt. Der Fluß verändert sich und kaum einer merkt es.
Der Fluß ist versandet. An dieser Stelle kann man ihn bequem von einer Seite zur anderen durchwaten. Das macht ihn bei Hochwasser gefährlich. Schon ein wenig Wasser mehr als normal und er tritt über die Ufer.
Das Foto entstand vom Dach des neuen Rathause. Genau hier war der Fluß in den 1950er Jahren noch tief. So tief, dass hier die großen Schiffe aus Manila und Cebu anlegen konnten. So tief, dass es riesige Fische gab (wahrscheinlich Karpfen); davon soll sogar einer einen amerikanischen Priester verschlugen haben. Davon zeugt eine alte Steintafel bei der Kathedrale. Damals gab es den heutigen Hafen im Ortsteil Macabalan noch nicht. Die Schiffe legten direkt hinter dem Rathaus im Flußhafen an.
Spasshaben beim Einparken
Ja, so macht das Einparken richtig Spass.
PHILIPPINEN REISEN – ORTSBESCHREIBUNGEN
Möglichkeiten des Wassertransports
Dem öffentlichen Trinkwasser aus der Leitung vertrauen in den Philippinen nur noch wenige Menschen. Ob zu Recht oder nicht, kann ich nicht sagen und muss jeder für sich selber vor Ort entscheiden.
Es begann vor einigen Jahren, dass Trinkwasser in grossen 25 l Plastikbehältern von gewerblichen Wasseraufbereitungsanlagen zum Verkauf angeboten wurden. Der Preis ist von den Zeiten der Anfänge sehr stark zurückgegangen und liegt heute in der Stadt Cagayan de Oro bei P35 pro Flasche oder P100 bei der Abnahme von drei Flaschen. Für diesen Preis wird das Wasser frei Haus geliefert.
Dieser junge Mann hat daraus ein kleines Geschäft für sich entwickelt, sein Motorrad mit einfachen Mitteln umgebaut und transportiert damit wohl 8 – 10 dieser Wasserflaschen vom Wasseraufbereiter bis zum Kunden und verdient dabei nicht schlecht. Er kauft die Flaschen zu einem Preis von P10 ein.
Hier müssen die Kinder mithelfen, das Wasser für mehrere Familien täglich zu besorgen. Diese Stelle ist ungefähr einen Kilometer vom National Highway entfernt und fast 100 Meter über dem Meeresspiegel. Obwohl Stadtgebiet gibt es hier keine öffentliche Wasserversorgung. Das Wasser kommt von einer kilometerweit entfernten Quelle, die früher vom öffentlichen Wasserwerk genutzt wurde. Die Menschen in den armseligen Hütten können sich eine eigene, private Wasserleitung nicht leisten. Sie müssen, das Wasser bei Jemandem holen, der eine eigene Leitung hat und pro Kontainer bezahlen oder das Wasser stehlen.
(Da diese Menschen in der Regel einmal im Jahr Nachwuchs zeugen, werden die Verbraucher immer mehr und es wird nicht mehr allzulange dauern, bis es zu offenen Konflikten über Wasser kommen wird.)
Das Wasser für die Stadt Cagayan de Oro wird noch aus Tiefbrunnen gefördert, was in Kürze aber für die Einwohnerzahl nicht mehr ausreichen wird. Öffentliches Wasser wird nur in Subdivisions in den höheren Lagen hochgepumpt, die dann selber riesige Wassertanks in den Subdivisions stehen haben um dort fliessendes Wasser in den Wohnungen und Häusern zu gewährleisten.
Die Bewohner der Hütten oder alleinstehender Häuser müssen sehen wie sie an Wasser kommen. Das Gleiche, was die beiden Jungs auf den vorhergehenden Bildern gemacht haben, wird dort auf etwa ähnliche Weise gemacht.
Die hölzernen Transportfahrzeuge sind stabiler, haben gummibeschlagene Holzräder mit einer ebenso gummibeschlagenen Bremse, einer Seillenkung , und werden von dem hinten auf dem Gefährt sitzenden Fahrer geführt. Für die Bergauffahrt, mit voller Wasserlast, werden diese Gefährte hinter langsam die Serpentinen hinaufschleichenden Lastkraftwagen mit Seilen lose festgemacht. Dieses Seil kann der Führer des Gefährts jederzeit lösen, somit braucht das Zugfahrzeug nicht anzuhalten und wieder anzufahren.
Runter geht es dann ziemlich einfach mit einem Stossgebet gen Himmel, dass die Bremsen halten mögen.
Diese Karre hier ist auf dem hier vielbefahrenen, vierspurigen National Highway auf ebener Strasse unterwegs und mit leeren Kontainern beladen, unterwegs zur Wasseraufnahme. Ich hatte das Zuggespann einige hundert Meter vor mir herfahrend. Als der Führer der Karre eine Lücke im Gegenverkehr sah, löste er blitzschnell die Zugleine und schoss mit der Restgeschwindigkeit über die Gegenfahrbahn zu seiner Wasseraufnahmestelle.
Einen Bericht über so eine Fahrt werde ich mal in absehbarer Zeit zusammensstellen.
Dieser Wasserhändler hat sich seine Kunden auf einem öffentlichen Markt in einem grossen Dorf gesucht und bedient sie regelmässig aus seinem zum Wassertanker umgebauten Pumpenmotor-Motorrad.
An den nächsten Philippinen-Flug denken:
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