Ortsbeschreibung für LIANGA in SURIGAO DEL SUR

Lianga liegt an der Küstenstrasse des östlichen Mindanao und liegt in einem Gebiet das auch der "Wilde Osten" von Mindanao genannt wird. Die Küste ist bizarr mit labyrinthartigen Inselbuchten, einsamen Stränden und dichtem Regenwald an den noch intankten Berghängen ein wahres Erlebnis.

Die Strassen nach Lianga sind von San Francisco in Agusan del Sur und von Surigao über die Hauptstadt Tandag der Provinz Surigao del Sur in hervorragendem Zustand da gerade neu gemacht.


Die Szenerie, durch die man fährt, kann spektakulär rustikal sein. Reisende erzählen oft von der wunderschönen Landschaft mit der sie belohnt wurden auf einer Reise nach Lianga. Auch ich war einfach nur begeistert.

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Lianga ist eine Gemeinde in der Provinz Surigao del Sur auf der Insel Mindanao mit 25,000 Einwohnern, diese Zahl stammt allerdings aus dem Jahre 2000. Lianga ist einer der ältesten Orte in Surigao del Sur und wurde am 17. Oktober 1919 durch Executive Order Nr. 27 geschaffen, also viel früher als die Provinz Surigao del Sur. Zuerst war Lianga eine grosse Gemeinde die von Cagwait bis nach Barobo reichte.

Auch wenn die Gemeinde von Lianga schon früher als andere Gemeinden in Surigao del Sur gegründet wurden und dass Lianga das Zentrum für den Holzhandel im zentralen Teil von Surigao del Sur war, ist die Entwicklung hier doch sehr langsam.

Für das neue mehrstöckige Marktgebäude wurde im Meer Land aufgeschüttet. Bei meinen Reisen nach Lianga gab es deshalb einen provisorischen Markt am Sonntag mit viel Schlamm bei täglichem Regen.

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Gut gegessen haben wir in der WINNA EATERY auf der einen Seite des Marktplatzes aber auch im besten Haus am Platz, dem DONAVE RESTAURANT. Das Letztere ist ein open-air Restaurant, schön aufs Wasser in die Lianga Bucht hinausgebaut mit einer immer frischen Brise und einem schönen Ausblick auf den Pazifik.

Auf der Höhe des Holzhandels in Lianga haben Sägemühlen eine Fabrik in Barangay Diatagon gebaut und wurden damit der Kernpunkt der Entwicklung. Mehr Menschen zogen zu. Eine private Landebahn wurde in Barangay St. Christine gebaut. Strassen wurden gebaut um Lianga mit den anderen Gemeinden und Tandag, der Provinzhauptstadt zu verbinden. Ein Hafen wurde in Lianga gebaut für den Export von Hölzern aus der Gegend. Die Entwicklung des Ortes liess nach als die Holzfirma Lianga Bay aufhörte zu existieren. Die Arbeitslosen wurden ein Hauptproblem für die Gemeinde. Das Problem mit Aufständischen nahm durch diese Wirtschaftskrise zu. Einige der Bewohner wechselten zum Fischfang und zur Landwirtschaft, andere gingen ganz weg. Illegaler Holzschlag und illegale Fischerei waren an der Tagesordnung um das Notwendigste zum Überleben zu erwirtschaften. Der verbliebene Wald um Lianga nimmt rasch ab.

Noch ist die Kirche das grösste Gebäude im Ort. Das wird sich aber ändern wenn das neue Marktgebäude fertiggestellt ist und auch die Mobilfunkantenne überragt bereits die Kirche. Der Fortschritt kommt, wenn auch langsam und ist nicht mehr aufzuhalten.

Im Ort von Lianga stehen einige sehr schöne alte wie auch neue Häuser und verleihen dem Ort einen gewissen Charm.

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Der Überlieferung nach entstand der Stadtname aus den Namen Liangan und Go, zwei Verliebten aus verschiedenen Lebensarten. Liangan war die liebliche Tochter eines Manobo Häuptlings der einer friedliche Gemeinschaft am heutigen Lianga Fluss vorstand während Go ein chinesischer Pirat war. Go wurde von den Manobo Kriegern in einer blutigen Schlacht am Strand von Pananag-an gefangen genommen. Das Schiff von Go und seinen Kumpanen driftete an den Strand und es kam zum Kampf und Go war der einzige Überlebende.

Die Geschichte geht weiter wie viele Liebesgeschichten. Liangan und Go heirateten nach dem Tode des Häuptlings und gründen eine neue Siedlung mit dem Namen Leanga aus dem dann später Lianga wurde.

Lianga hat unter anderem ein neues Gemeindegesundheitszentrum bekommen. Auch auf dem neu gewonnen Land vor der Stadt, direkt neben der Bushaltestelle und den öffentlichen Toiletten die in einem einwandfreien und sauberen Zustand waren.

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Ich persönlich war in Barangay BANAHAO und habe dort einmal in einem Haus für einige Tage als Gast übernachtet und bei weiteren Besuchen im KANSILAD BEACH RESORT und bei einem weiteren Besuch bei einem Freund in dessen kleinem Beach Resort in dem schönen Ort CAGWAIT am WHITE BEACH.

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Ich durfte hier einige nette Menschen kennenlernen:

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Einige Kinder aus dem Barangay Banahao in Lianga; eine gute Freundin, ihre Mutter und Tante.

 

Es gibt einen reich bebilderten REISEBERICHT über meine erste Fahrt mit dem Bus nach LIANGA

Und nun gibt es noch einen zusätzlichen REISEBERICHT über zwei Fahrten mit dem Auto nach LIANGA und Abstechern nach CAGWAIT und TALACOGON

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Lianga - Seite 02