Die Fabel über die Bananenstaude

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Eigentlich wollte ich zum heutigen Gedenktag der Geburt von Andrés Bonifacio y de Castro im Jahre 1863 in Tondo, Manila; † 10. Mai 1897 in Maragondon, Cavite; etwas schreiben. Das hätte leider zuviel Zeit an Researcharbeit gekostet. Hat zwar nichts miteinander zu tun aber dafür gibt es heute eine Geschichte über die Bananenstaude.

Bananenstauden gehören mit zu den reichlich vorhandenen Gewächsen in den Philippinen. Man sieht sie in den Provinzen und in den Städten. Eine spannende Fabel über die Welt der Mystik. Bananenstauden sehen harmlos aus, nach einer philippinischen Fabel allerdings, versteckt sich tief im Inneren ein Geheimis der Geisterwelt.

Bananenstauden wachsen schnell rund um eine Mutterpflanze nach. Sie wachsen oft in Gruppen und die älteste und grösste Staude ist die Mutterpflanze. Bald wächst eine tropfenförmige Blüte an einem bestimmten Zweig, umkränzt von Girlanden von jungen Bananenfrüchten. Es kommt die Zeit, wenn mystische Kreaturen dieses Büschel heimsuchen um zu versuchen, den begehrten Zauberstein zu erlangen.

Das grosse, reife Bananenherz mit der blühenden Blüte und den kleinen Früchten soll nach einer philippinischen Fabel der Augapfel von numinous3n Kreaturen sein. Der wunderbare Zauberstein soll genau einen bestimmten Zeitpunkt abwarten, wenn er mysteriös vom Bananenherz3n herabfällt. Genau um 12 Uhr Mitternacht soll der Zauberstein fallen. Wenn er fällt, muss er von einem Menschen mit dem Mund aufgefangen werden, bevor er zu Boden fällt und dort sofort schmelzen würde. Die mystischen Kreaturen können den Zauberstein nicht selber auffangen, sondern brauchen die Hilfe eines Menschen, der ihn eben mit dem Mund auffängt. Wenn der Mensch das getan hat, kommen sie hervor und werden versuchen ihn zu erwürgen.

Der wagemutige Mensch, der es schafft, mutig bis 12 Uhr Mitternacht in der Dunkelheit, unter der Bananenblüte zu stehen und zu warten bis der Zauberstein fällt, wird entweder sehr mächtig werden gegen menschliche und spirituelle Feinde oder tot sein. Während der Wartezeit soll man ein unheimliches Gefühl haben und schauerliches Gestöhne der geistigen Wesen hören. Dann, wenn der Mensch den Zauberstein mit dem Mund auffängt kommen die Geister um ihn am Hals zu würgen and ihn zu zwingen den Zauberstein auszuspucken. Wenn er das allerdings eine Minute bis nach Mitternacht überlebt, wird der Zauberstein sein Eigentum.

Wie es auch sein mag, der Besitz des Zaubersteines bringt einen gewissen Fluch mit sich. Auch wenn er seinem Besitzer viel Gutes tun mag, so kommt er doch von der dunkelen Seite und der Besitzer muss beim Tod mit seiner Seele dafür bezahlen.

So, wenn die Bananenstauden auch ein Geheimnis bergen, so ist es doch besser, diese ungestört zu belassen und einfach nur die süssen, prallen Früchte zu geniessen und Gott dafür zu danken.