PHILIPPINEN REISEN KLUB - Job eines Straßenkindes Foto: Sir Dieter Sokoll KRPHILIPPINEN REISEN KLUB - Job eines Straßenkindes Foto: Sir Dieter Sokoll KR

Einträglicher Job eines Strassenkindes

Ich befand mich an einer Strasse, die zwischen zwei Malls liegt und auf beiden Strassenseiten Eingänge zu diesen hat. Demtentsprechend ist der Strassenverkehr mit Motorelas, Jeepneys und Taxen, die alle Passagiere aufsammeln wollen.

Ich hatte Zeit und beobachtete was um mich herum vorging. Mir war ein Kid mit kahlbeschorenem Kopf aufgefallen, der vor einem Hühnergrillstand sass, erstmal weil er nur eine Shorts anhatte und kein T-shirt. Ich dachte, er gehört zu dem Laden.

Auf einmal sah ich ihn mit einem kleinen Eimer und einem Schwamm im Verkehr auf der Strasse herumspringen. Er rannte von einer zur nächsten ankommenden Motorela. Für mein erstes Foto von dem was er da machte, kam ich zu spät.

PHILIPPINEN REISEN KLUB - Job eines Straßenkindes Foto: Sir Dieter Sokoll KR
PHILIPPINEN REISEN KLUB – Job eines Straßenkindes
Foto: Sir Dieter Sokoll KR

 

Ich musste für das Foto in dichten, zähfliessenden Verkehr mitten auf die Strasse um dem Kid zu folgen und fotografieren was es da machte. Er bot lautstark und gestikulierend mit dem Schwamm und dem kleinen Wassereimer seinen Dienst der Windschutzscheibenreinigung bei den Motorelafahrern an.

Der Junge war so schnell damit, dass er selbst im sich bewegenden Verkehr seine Arbeit tun konnte. Er brauchte ca. 5 – 7 Sekunden für eine Motorela. Da wurde ruck-zuck mit dem Schwamm eingeseift und mit einer kleinen, aufgeschnittenen Plastikflasche klar nachgespült  – und fertig.

PHILIPPINEN REISEN KLUB - Job eines Straßenkindes Foto: Sir Dieter Sokoll KR
PHILIPPINEN REISEN KLUB – Job eines Straßenkindes
Foto: Sir Dieter Sokoll KR

 

 

Der Strassenjunge nahm sich nicht mal die Zeit, das Geld für seinen Dienst von den Fahrern einzusammeln. Er hielt im Vorbeilaufen nur seinen Eimer hin und die Fahrer warfen ihm eine Peso Münze ins Wasser – und er sprang zur nächsten Motorela.

In dem Eimer liegen etwa zwanzig Peso, die hat der Strassenjunge in ca. 10 Minuten verdient gehabt mit seinem Dienst. Von dem Stundenlohn kann  so manch ein Arbeiter (z. B. ein Helfer auf dem Bau bekommt P150-200 am Tag und muss dafür Hohlsteine, Sand- und Zementsäcke schleppen) und auch der Vorarbeiter nur träumen. Richtig, dies Tempo hält der Junge nicht acht Stunden am Tag aus. Trotzdem finde ich es eine enorme Leistung.

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Der Strassenjunge sprach soviel englisch, dass er mich fragen konnte, ob ich am Auto die Windschutzscheibe gereinigt haben möchte und ich möchte bitte sein Foto in FB veröffentlichen.



 

 

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