Haushilfen die Erste

Haushilfen die Erste
Haushilfen die Erste

Haushilfen ist für Expats immer wieder ein Problem in den Philippinen. Nach vielen Jahren wollten wir es wieder einmal versuchen.

Im Eco-Village der Stadt sind von verschiedenen Stämmen aus der Umgebung Menschen angeheuert worden, die dort ihre Lebensart und handwerklichen Künste den Besuchern vorführen. Dies hat weitere Menschen aus den Stämmen angezogen, die als Großfamilien nicht weit entfernt in einem leerstehenden Betriebsgebäude einer ehemaligen Sattelitenantennen hausen. Diese hier sind vom Stamme der Umayamnon. Der Stamm lebt tief im Hinterland von Bukidnon. Sehr schwer und langwierig zu erreichen. Nach einer langen Fahrt mit einem der Habal-Habal, Motorradtaxen ist auch für diese kein Weiterkommen mehr. Dann muss der Besucher noch einige Stunden zu Fuß laufen.

Wir waren beim Hundelauf mit einer der Töchter ins Gespräch gekommen und dabei führte das Gespräch zum Thema Arbeit. Sie sagte, einige ihrer Verwandten würden in den nächsten Tagen kommen und die würden Arbeit suchen. Später kamen sie dann und meine Frau wollte es mit ihnen versuchen. Zwei männliche Mitglieder sollten sich selber durch Feuerholzmachen ins Verdienen bringen, die beiden weiblichen Mitglieder sollten bei der Herstellung in der Großküche mithelfen.

Leider ging es nur kurze Zeit gut. Auch diese Menschen sind bereits versaut. Die Männer kauften von ihrem bevorschussten Feuerholz nur Zigaretten und reklamierten dann, daß sie nichts zu essen hätten. Die Abmachung ging darauf hinaus, daß sie sich selber verpflegen müssen. Bei den weiblichen Mitgliedern gehörte die Verpflegung dazu. Die Männer nahmen den Frauen das Essen weg. Alle hatten am Sonntag ihren freien Tag. Die Männer gingen bereits frühmorgens zur Kirche. Angekommen sind sie dort selten. Vorher sind sie an einer Karaoke mit Alkoholausschank hängengeblieben und hingen bereits um 11 Uhr dort in den Seilen.

Wenn die weiblichen Mitglieder alleine waren, wurde grundsätzlich nicht gearbeitet sondern ferngesehen oder geschlafen. Die männlichen Mitglieder produzierten immer weniger Feuerholz und verlangten aber nach Essen. Kurz und gut, alle wurden gefeuert bis auf den Jungen mit dem starren Blick. Der war von einem Verwandten, der Schulrektor in Talakag ist, vermittelt und minderjährig. Der mußte solange bleiben, bis er von ihm abgeholt wurde. Für die weiblichen Mitglieder war eine Lesbe bei uns aufgetaucht, die behauptete Ratsherrin in ihrem Dorf zu sein und sie wolle die weiblichen Mitglieder zurückbringen in ihr Dorf. Für uns sah sie eher wie eine Zuhälterin aus, die die junge Frau auf dem Bild in der Stadt vermarkten wollte. Da sie alle volljährig waren, liessen wir sie ziehen.

Die Arbeit des Jungen mit dem starren Blick sah meist so aus, wie auf dem Bild. Er schlief und wurde nicht mal vom Blitzlicht wach.

Wiedermal hat sich unsere Einstellung gegenüber Haushilfen bestätigt, es geht nicht.

Haushilfen die Erste



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