Haushilfen die Zweite

Haushilfen beim Feuerholz machen
Haushilfen die Zweite:
Haushilfen beim Feuerholz machen

Die Idee war, wir geben den Menschen einen Job, der sich selbst ins Verdienen bringt. Rund ums Haus wachsen viele Teak- und Ipil-ipilbäume, dazu auf einem Hektar ein kleiner, dichter Teakwald. Hier sollten sie Holz schlagen und zu Feuerholz verarbeiten. Sie sollten pro Bündel zu einem Festpreis bezahlt werden. Wir wollten gegen einen kleinen Aufschlag das Feuerholz in uns bekannten ‘Eateries’ und ‘sari-sari stores’ verkaufen. Nebenbei sollten sie das Grundstück sauber halten, also Laub fegen und Gras kurz halten.

Unter dem großen Dach unserer ‘dirty kitchen’ bekamen die drei Helfer einen Platz, wo sie ihre Schlafstelle einrichten konnten. Wasser und Strom für Licht waren vorhanden. Sie sollten sich selbst verpflegen.

Die erste Woche fing damit an, da sieh kein Geld hatten einen Vorschuss brauchten. Das war insoweit auch in Ordnung. Was dann nicht so ganz in Ordnung war, dass sie die täglichen Dinge zur Körperhygiene kaum eingekauft hatten und Reis und ein paar Konserven für höchstens drei Tage, dafür aber reichlich Packungen der verschiedensten Zigarettensorten. Prompt standen sie nach zwei Tagen da und hatten nichts zu essen und waren der Meinung wir würden sie schon mit durchfüttern. Es gab einmal etwas extra zu essen und das war ein Fehler. Ein Tritt in den Allerwertesten wäre besser gewesen, denn nur das verstehen sie. So wie sie hier von vielen Geschäftsleuten chinesischer Abstimmung und auch von ihren eigenen Landsleuten behandelt werden. Mitleid mit dieser Sorte von Menschen ist völlig fehl am Platz, egal ob es sich um Menschen von einem Stamm oder armen Leuten aus der Stadt handelt. Diese wird von ihnen als  Gutmütigkeit sofort ausgenutzt und als Schwäche ausgelegt.

Die nächste Woche sah dann bereits zwei der Jungs an der Arbeit und der dritte hatte sich zu ihrem Boss gemacht und gab nur noch Anweisungen. Am Sonntag wollten Sie ihre Verwandten besuchen und zur Kirche. Ihre Verwandten haben sie vor der Kirche in einer Karaoke gefunden. Dort haben sie dann den nächsten Vorschuß in alkoholische Getränke und mehr Zigaretten umgesetzt. Zur Kirche haben sie es dann nicht mehr geschafft. Am Montag kamen sie dann mit schwerem Kopf gegen 11 Uhr wieder zurück. Die Arbeit wurde weiter vernachlässigt aber dafür nach Essen gefragt. Der Vorschuß war auf den Kopf gehauen worden.

Diese Woche sah düster für die Jungs aus. Bis die erste Feuerholzladung trocken genug war und gebündelt werden konnte. Eine Lieferung wurde fertiggemacht und auf den Multicab geladen und ins Dorf gefahren. Nach Abrechnung bliebt nach Abzug der ganzen Vorschüsse nicht viel übrig. Das wurde dann schnell in 2 kg Reis und Zigaretten umgesetzt. Die Herstellung von Feuerholz wurde immer geringer. Vorschuss gab es nicht mehr. Wahrscheinlich mussten sie hungern. Es schien ihnen egal zu sein solange sie Zigaretten hatten.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde uns klar, dass das Experiment gescheitert war. Nach späteren Drohungen gegen die Schwester meiner Frau, sie mit der Machete zu erschlagen, wurde ihnen kurz nach den Aufwachen erklärt, sie hätten uns sofort zu verlassen.

Heute sind sie wieder dort, wo wir sie gefunden hatten. Sie sitzen in einem verlassen Gebäude ohne Türen und Fenster, die sind als Feuerholz verfeuert worden, ohne irgendwelche Einrichtung auf dem Fußboden bohren in der Nase, rauchen und machen mehr Kinder.

Unser Fazit, Mitleid und Hilfe sind absolut sinnlos.

Haushilfen beim Feuerholz machen

 

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