PHILIPPINEN BLOG - Motorela - Von der Pferdekutsche zur motorisierten Kutsche Foto von Sir Dieter Sokoll für PHILIPPINEN MAGAZIN

Motorela – Von der Pferdekutsche zur motorisierten Kutsche

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Vielleicht ist dem einen oder anderen bei Reisen in den unterschiedlichsten Gebieten der Philippinen aufgefallen, dass der motorisierte Nahverkehr, wobei das Antriebsmittel ein Motorrad ist, sehr unterschiedlich sein kann.

In der Stadt und auch auf der Insel Cebu sind Motorräder mit angeschraubtem Beiwagen zu sehen. Passagiere und Gütter werden im Beiwagen und auf dem Sitz des Fahrer befördert. Bei uns in der Stadt Cagayan de Oro hat sich im Jahre 1964 ein Bürger Gedanken darüber gemacht, wie er die Pferdekutschen, die ‘caretella’, motorisieren kann.

 

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Dieser Mann war Raphael Floriendo. Raphael Floirendo war schon immer an Fahrzeugen interessiert. Obwohl er sowohl einen Abschluss in Betriebswirtschaft als auch in Landwirtschaft hat, ist Raphael Floirendo heute als Erfinder der Motorela bekannt, des Fahrzeugs, das in der Region Nord-Mindanao auf den Philippinen die Pferdekutsche (Caretella) ersetzt hat.

Aufgrund seiner Erfahrungen mit Autos und dem Wunsch, seiner Gemeinde eine schnellere, billigere und sicherere Form der Fortbewegung zu bieten, entwickelte Raphael 1964 die Motorela. Nachdem er seine Erfindung zum Patent angemeldet hatte, löste die Motorela die Caretella in Mindanao rasch ab und wurde zum besten Transportmittel für Waren und Personen. Die Idee löste viele ähnliche Kreationen aus, aber Raphael war bereit, seine Erfindung mit anderen zu teilen und gab sein Patent auf.

Dank des kreativen Geistes und der Großzügigkeit seines Erfinders ist die Motorela in Mindanao immer noch weit verbreitet.

 

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Fahrgäste halten die Motorela, auch bereits teilweise besetzte mit einem Handsignal an, um zu erfragen wohin die Fahrt geht und ob sie zu einem bestimmten Ziel mitgenommen werden können. Oder sie steigen in wartenden und leere Motorelas, zum Beispiel an Ausgängen von Kaufhäusern und Supermärkten oder an bestimmten Stellen an den Märkten ein.

 

Auch wenn die Moteralas nicht auf allen Straßen der Stadt zugelassen sind, so gehören sie doch zum allgemeinen Straßenbild der Stadt und sind kaum wegzudenken. Sie fahren meist auf den Seitenstraßen auf bestimmten Routen und kreuzen die Hauptstraßen nur und verbinden die Innenstadt, die Märkte und Busterminale. Für bestimmten Routen werden den Motorelas Grundfarben zugeteilt. Damit hat der sich etwas auskennende Fahrgast schon einmal eine Auswahlmöglichkeit in die richtige Richtung zu gelangen. Am großen Cogon Markt zum Beipiel mischen sich die einzelnen Farben der Motorelas, ums sich bei den Abfahrten wieder zu trennen. Die Fahrpreise für die einzelnen Streckenabschnitte werden von der Stadtverwaltung geregelt.

 

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An anderen Stellen müssen Marktgänger einige Schritte gehen, um an einer Ecke zu einem nicht offiziellen Motorela-Terminal zu gelangen. Hier können zu den Stoßzeiten ein oder mehrere sogenannte ‘barker’, wie es sie auch für die Jeepneys gibt, das Chaos zu lindern versuchen. Hier werden dann mehrere Motorelas zu unterschiedlichen Zielorten gleichzeitig geladen. Der Fahrer der Motorela zahlt dann dem Barker ein Entgelt, meist in Höhe von 5 Peso.

 

In der Stadt Cagayan de Oro gibt es ein Barangay, was den Autofahrer zur Verzweifelung bringen kann und das ist das Barangay Nazareth. Nazareth lehnt sich direkt an die Cogon Markt Gegend an und wird auf allen Straßen nicht nur von Motoreals, sondern auch von den sogenannten ‘sikads’, den Fahrradrischkas, befahren. Beide zusammen lassen so manchen Autofahrer sich die Haare raufen.

 

Über die Motorelas der Stadt Cagayan de Oro habe ich das folgende Video machen können

 

 

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