PHILIPPINEN REISEN BLOG - Kurioses und kleiner Einblick in die Gesellschaft Foto: Sir Dieter Sokoll KR

Kurioses und einen kurzen gesellschaftlichen Einblick

 

Einer unserer Söhne/Stiefsöhne wohnt in dem Ort Talisayan, in der Provinz Misamis Oriental. Das ist tiefste Provinz, auch wenn es hier einige in der Provinz bekannte Fischrestaurants gibt, welche Besucher anziehen, trotzdem kann man diesen Küstenort an der Gingoog Bucht mit vielen anderen Orten der Philippinen vergleichen.

Was macht man abends oder an den Wochenenden, wenn man nicht weit wegfahren will oder oft für die Einheimischen, auch nicht wegfahren kann. Man fährt zum Beispiel zu diesem kleinen “Beach Resort” mit einer Karaoke Anlage und ein paar Zimmern, die man sich vielleicht sogar der Tricyclefahrer leisten kann.

Dazu später mehr am Schluß.

Wir waren dort hingefahren, weil meine Frau meinte, etwas Singen zu müssen und der Sohn meinte, ein oder zwei Bier trinken zu müssen, wenn wir schon aus der weitentfernten Stadt extra hergekommen sind.

Mir fielen als Erstes sofort einige Schilder mit Anweisungen auf. Auch wenn so viel davon gesprochen wird, dass Filipinos ein gutes Englisch sprechen, so ist dem nicht immer so.

Aber schaut mal selber:

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Hier liegt die Betong auf dem Wort “on the table” (auf dem Tisch) und müsste eigentlich “at the table” (am Tisch) heißen…

 

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…gleich auf dem nächsten Bild wird das Sitzen auf den Tischen verboten.

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Mit obigem Schild werden die Besucher darauf aufmerksam gemacht, dass die kleinen Tische mit den Stühlen davor für die “mangantahay” gedacht sind, gemeint sind damit die Sängerinnen und Sänger vor der Karaokeanlage. Die kleinen Tische sind nicht für die Ablage von Essen oder für die Trunkenbolde (big drinkers) gedacht.

 

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Soweit ich gesehen habe gibt es am Ende der Anlage ein Gebäude mit drei oder vier kleinen Räumen, die durch einen Zaun mit einem Tor vom allgemeinen Resort abgetrennt sind. Die Zimmer kosten, wenn ich mich recht erinnere 300 Peso (also 5 Euro). Damit sind die Zimmer deutlich teurer, als die willigen, jungen Mädchen aus den umliegenden Fischerhütten, die erhalten zwischen 20-50 Pesos für ihre Dienste.

Auffällig ist, dass hier nur von weiblichen Besucher geredet wird. Andere Möglichkeiten scheinen ausgeschlossen zu sein.

Daran sollte man erkennen können, wie nötig dieses Geld hier gebraucht wird.

Es kommt oft genug vor, dass ein Tricyclefahrer hier seine Tageseinnahmen am Wochenende für Red Horse, Karaoke, Zimmer und Liebesdienst auf den Kopf haut. Was dann oft zu dem Wochenendärger in den Familien führt.

Die Liebesdienerinnen sind oft noch minderjährig. Das stört hier aber niemanden und auch niemanden im Bürgermeisteramt, das ist das tägliche Leben hier. Touristen und Westerner sieht man hier eher sehr, sehr selten.



 

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