Fabelwesen

 

Nicht ganz so bekannte Fabelwesen aus der philippinischen Folklore

Die philippinische Folklore ist eine Fundgrube für außergewöhnliche Fabelwesen, die ihren Test der Zeit bestanden haben. Alleine schon nur die Namen Aswang, Encanto, Kapre, Tikbalang oder Tiyanak auszusprechen bringt die meisten Filipinos dazu, besonders die jungen, sich ängstlich zu verhalten.

Bevor wir nun die alten Horrorgeschichten ausgraben, schauen wir uns ein paar nicht so bekannte Fabelwesen an, welche die Angelegenheit noch etwas farbenprächtiger machen, ich meinte natürlich – gruselig.

 

PASATSAT

 

 

Pasatsats sind die Geister derjenigen, die während der japanischen Besatzung starben oder getötet wurden.

Arme Bewohner konnten sich in dieser Zeit keinen Sarg leisten und benutzten ein pamalisan, eine Schilfmatte, um die Toten einzuwickeln. Gewissenslose Verbrecher in dieser Zeit, schändeten die Gräber nach Gold, Kleidung und anderen Dingen, da die Menschen gezwungen waren ihre Toten an anderen Plätzen zu beerdigen, als auf den Friedhöfen.

Das sind wahrscheinlich die Orte, an denen die gequälten Geister erscheinen.

Der Name pasatsat stammt von dem Pangasinense Begriff satsat, was so viel bedeutet wie stechen.

Pasatsatz zeigen sich gewöhnlich in ihrer scheußlichen form den gerade vorbeikommenden Personen auf der Straße. Um diesen Geist loszuwerden, muss die Person, die ihn sieht, auf das pamalisan einstechen (daher der Name), welche die Leiche bedeckt. Mysteriöserweise werden dadurch nicht die sterblichen Überreste offengelegt, sondern es entweicht ein widerlicher Gestank, der jeden zum sichÜbergeben bringt.