LANAO DEL SUR

 

TOURISTISCHE BESCHREIBUNG DER PROVINZ LANAO DEL SUR

 

 

PHILIPPINEN REISEN - ORTE - MINDANAO - LANAO DEL SUR - Die Provinz Lanao del Sur
PHILIPPINEN REISEN - ORTE - MINDANAO - LANAO DEL SUR - Die Provinz Lanao del Sur

 

REISEWARNUNG!

Dem normalen Reisenden möchte ich aus Sicherheitsgründen nicht raten die Provinz Lanao del Sur zu besuchen. Sie befinden sich hier in einer autonomen Region. Es gibt aktive Milizen der Moro Islamic Liberation Front, es gibt mehrere bewaffnete Splittergruppen der Rebellen, wie die Moro National Liberation Front (MNLF), Bangsamoro Islamic Freedom Movement (BIFM) und andere. Alle verdienen Geld mit Waffen-, Drogen- und Geiselhandel. Gefährlich werden können auch Privatarmeen von Politikern und Kriegsherren in der Provinz.

Die Provinz und Region sollte in keinem Fall auf eigene Faust versucht werden zu bereisen.

 

Die Provinz Lanao del Sur auf der Insel Mindanao hat eine lange, aufregende Geschichte hinter sich. Das Darangen Epos, berühmt unter den Maranao, berichtet über die Geschehnisse und Menschen und gibt eine Beschreibung der alten Städte vor der Kolonialzeit. Lanao ist die Heimat des Maranao Sultanats, heute bekannt als die Fürstentümer pat a Pangampong sa Ranao, nämlich Masiu, Unayan, Balo-i und Bayabao.

Das Sultanat regiert unabhängig ist aber doch zugehörig zur nationalen Gemeinschaft. Die politische Macht und der Herrschaftsbereich sind gleichermassen anerkannt wie die in Sulu und Maguindanao.

 

 

In der Blütezeit des Kolonialismus, Lanao ist stolz darauf, die aufeinanderfolgenden Eindringlinge der Spanier, Amerikaner und Japaner widerstanden zu haben. Die Sage der Maranao Helden erzählt von heldenhaften Kämpfe in den sogenannten Morokriegen während der spanischen Kolonisierung zusammen mit den Tausug und Maguindanao Brüdern. Die legendären Schlachten von Bayang, Sultan Gumander, Ganassi und Tugaya wo Maranao Kämpfer konfrontiert waren mit Kanonen und Gewehren der Amerikaner und sie selber nur bewaffnet mit Pfeil und Bogen und dem Kris. Auch die Japaner scheiterten und erlitten das gleiche Schicksal ihrer Vorgänger.

Die Gründung von Lanao del Sur fällt in die Zeit als die Regierung die Besiedlung von Mindanao vorantrieb. Das ungeteilte Lanao war eine verwaltungstechnische und politische Einheit der Moro Provinz. Diese wurde geteilt und Lanao del Sur am 4. Juli 1959 offiziell gegründet.

 

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Lanao del Sur ist das Land der Maranaos, "Menschen des Sees", unter den Moslemstämmen die Gläubigsten und die am künstlerischt Begabtesten. Das Leben der Maranaos konzentriert sich um den See Lanao. Der See Lanao ist der zweitgrösste und der tiefste See der Philippinen mit einer einzigartigen Schönheit. Um den See Lanao ranken sich Mythen und Legenden. Einen herrlichen Blick auf den See hat man in der Provinzhauptstadt Marawi.

Der renommierte Maranao Dichter Datu Tingcap G. Pandi sagte, das Wort "Meranao" ist ein Schachtelwort aus den Wörtern "Mera", das Pfau und aus dem Wort "Nao", was wiederum wach bedeutet. Also bedeutet das Wort "Meranao", wacher Pfau.



Das unverwechselbare natürliche Umfeld der Maranaos offenbart sich in Marawi City, durch die vielen grossen "torogans", den Häusern der Maranao. Diese Häuser sind geprägt durch ihre altertümlichen hohen Dächer mit einem geschwungenen Konstruktion.

Das Wort Lanao kommt von dem Wort "ranao" und bedeutet See. In 1907 wurde die Siedlung Dansalan zur Gemeinde und im Jahr 1940 zur Stadt. Der Name der Stadt wurde in Marawi geändert. Das Wort "ravi" stammt von den Lilien des Agus Flusses.

Die Maranao waren die letzte Gruppe die islamisiert wurde. Die Maranao hielten entschieden fest an ihrem traditionellen Gesetz "maratabat", ein Status sensibler Regelung, wie die sozialem Beziehungen und Sanktionen erhalten und gefördert werden können.

 

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Das Aga Khan Museum befindet sich innerhalb des Geländes der Mindanao State University (MSU) und ist eine Sammlung der Maranao und anderer Moro Artefakte. Es kann stolz sein auf eine grosse Kollektion von einheimischer Kunst und kulturellen Dingen, ethnischer Musik, einheimische Werkzeuge und Waffen sowie verschiedene Häuser der Moslem. Gegründet wurde das Aga Khan Museum in 1962.

 

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Die Begabung der Maranao zeigt sich in der kreativen Herstellung zeremoniellen Artifakte und täglichen Gebrauchsgegenstände, die mit den sinnlichen "okir" (Schnitzereien) und bunten "nagas" (Schlangenfiguren) verziert sind. Sie sind auch gut bekannt für ihre hervorragenden Web-, Metall- und Holzarbeiten. Ihre langen, niedrigen und schlanken Bootezeigen sich in brillianten Farben die nur noch von den "malong", den einheimischen Kleidern der Frauen, übertroffen werden. Es wird als Hemd oder Kleid getragen, um den Kopf zu bedecken oder als Decke benutzt. Das hoch verzierte malong ist violett, lila, grün, rot, gelb in Blumen- und geometrischen Mustern.

 

PHILIPPINEN REISEN - ORTE - MINDANAO - LANAO DEL SUR - Die Provinz Lanao del Sur
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Maranao Familien sind traditionell gross. Sie sind engverbunden und eine Familie von zehn wird als klein angesehen. Selbst in begüterten Familien, verheiratete Familienmitglieder der gleichen Familie leben im selben Haus. In einigen grossen Maranao Handelsfamilien wird der Hauptraum von bis zu sechs Familien bewohnt. Die Maranao sind bekannt für ihre Geschäftstüchtigkeit.

Unter den Maranao, das feudale Ansehen ist strikt festgelegt und noch immer sichtbar. Die führende Klasse besteht aus Sultanen, Datus und ihren nächsten Angehörigen und oft wird auf das "of royal" in Anlehnung an die Vorfahren verwiesen, die einst die herrschenden Sultane von Lanao waren. Viele konnten ihre gehobenen Positionen beibehalten durch ihren Reichtum, Grundbesitz und im Allgemeinen, politische Positionen durch Wahl oder Ernennung.

Die Maranao feiern aufwendige, elegante Feste mit Prunk und exotischen Tänzen. Der am Meisten bekannte Maranao Tanz ist der Royal Maranao Fan Dance auch "Kasingkil" genannt.  Er ist benannt nach "singuel" oder "singkil", den Fussgelenkglöckchen die die MuslimPrinzessin und Tänzer benutzen. Singkil wird von einem Mädchen mit königlichem Blut ausgeführt. Der Tanz erzählt die Legende "Darangan" nach. Dies ist eine schicksalhafte Erzählung von "diwatas" oder Nymphen und Feen, die sich einen Spass mit Prinzessin Gandigan machen.

 

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Als die Prinzessin auf einem Spaziergang mit ihrer ergebenen Sklavin war, dem Schirmmädchen, liessen die diwata durch ein Erdbeben Bäume schwanken und umstürzen und Felsen rollen. Bambusstangen symbolisieren die umgefallenen Bäume und schaffen kreuzweises Muster. Das Zusammenschlagen der Stangen ergibt die Illusion einer heftigen Naturkatastrophe. Unerschrocken hüpft die Prinzessin flink von Platz zu Platz um dieser Qual zu entgehen bis sie am Ende von dem Prinzen gerettet wird. Die Tänzer benutzen "apir" oder Fächer und Schals um den Wind zu symbolisieren, der die Prinzessin unterstützt den umfallenden Bäumen und den rollenden Felsen zu entkommen, so dass sie nicht ihre kleinen Füsse verletzen.

Die Pracht und der Prunk von Festlichkeiten sind herausragenden Ereignisse in der Provinz Lanao del Sur. Eines dieser Feste ist "Kalilang".  Unter mit Pailletten besetzten und mit Juwelen geschmückten Parasol von Parasolträgern gehalten, schreiten Mitglieder des Sultans in einer Art von Ritual umher.

"Kini-kini" ist ein Muslim Bezeichnung für eine spezielle artistische Art von Maranao Frauen zu gehen, wie es in ihren Tänzen dramatisiert wird.

Maranao ist der meistgesprochene Dialekt in der Provinz. Es werden aber auch Tagalog und Cebuano gesprochen sowie die englische und arabische Sprache.

Interessantes zu sehen und zu tun:

  •     Moncado Colony
  •     Mindanao State University
  •     Kalookan Lake
  •     Aga Khan Museum
  •     Torogan of Tuka
  •     Islamic Center of the Philippines mit der grössten Kuppel der Philippinen
  •     Die Minarets of Marawi
  •     Abu Bakar Mosque ist die grösste Mosche in Lanao del Sur
  •     Lanao People's Park ist der einzige Park in der Provinz
  •     Lanao Library
  •     Ayala Resort Hotel soll das einzige Hotel in der Provinz sein
  •     Dansalan Market, bei den Einheimischen als Padian bekannt
  •     MSU Golf Course

Die Moncado Colony in Cadingilan ist benannt zu Ehren von Camino Moncado, einem Führer, Organisator, Autor von Büchern und Repetent über die Humanwissenschaften.  Er promovierte mit Auszeichnung im alter von neun Jahren am India Collage of Mystery and Psychics. Moncados Monumente und Statuen von wilden Tieren kann man hier finden.

Eine schöne Hügellandschaft und Berge findet man in der Nähe von Marawi City. Singal Hill, Arumpac Hill und der Berg Mupo werden als schön aber mysteriös Plätze angesehen.

Es gibt einen Strand am See, nicht weit vom Geschäftsviertel der Stadt, mit grossen Steinen und Felsen. Bäume dienen als Bänke und spenden Schatten zum Picknick.

Der Agus Fluss zwischen Saduc und Lilod in Marawi City fliesst hier sehr schnell und ist berühmt für seinen Katarakt, den Maria Cristina Falls, dem Abfluss des Lanao Sees in die Illana Bucht.

Der Heilige Berg, ein 150 Meter hoher Hügel mit einem Teich auf seinem Gipfel. Besucher sollten vorgewarnt sein, den Hügel nicht zu besteigen oder mit den Folgen sein Tuns leben zu müssen. Bisher gibt es noch keinen soliden Beweis dafür, dass irgendetwas tragisches eingetreten ist, wenn diese Warnung verletzt wurde.

Der Ort Tugaya ist bekannt dafür, die besten Messigwaren der Philippinen herzustellen. Tugaya ist die einzige Gemeinde in der Provinz wo fast in jeder Familie ein Platz zum Schmelzen des Metalls vorhanden ist. Es wird die Gusstechnik cire perdue oder auch lost wax technique angewandt und Kanonen, Gongs, Betelnussdosen und Reistöpfe hergestellt.