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Lebensgeschichte – 06

 



 

 

SUROY-SUROY’S GESCHICHTE VON 1976 BIS 2009

06

 

2. Teil – Kauf der Wohnungseinrichtung und der Priester und das geköpfte Huhn

 

Wir fuhren fast täglich um beim Hausbau zuzuschauen. Das war schon anders als daheim in DE. Da wurde alles per Hand gemacht. Es gab keine Speismaschine. Einer, der wusste wie es ging und zwei Helfer. Das Haus wurde bezugsfertig. Im Schlafzimmer war ins Fenster eine Klimaanlage eingebaut worden. Schränke in den Zimmern waren bereits eingebaut.

 

 

Nun fehlte noch die restliche Einrichtung. Die Schwester meiner Frau, verheiratet mit dem Taxifahrer, wusste einen Laden. Also hin da. Wir bekamen fast die gesamte Einrichtung dort. Alles für die Küche. Gasherd mit Flasche, (da musste ich mich erstmal überzeugen lassen, dass das die beste Lösung ist. Was wusste ich von Stromausfällen [niedlich brown-outs genannt, haha ein black-out dauert länger und ist großflächiger] und Stompreisen), Geschirr und und und; ein Bett mit Komode mit Spiegel (Mensch war meine Frau glücklich und stolz); ein Kinderbett; eine Wohnzimmergarnitur und Standventilator und für mich noch einen Schaukelstuhl für die Veranda. Als alles zusammengerechnet war gab es dann noch eine Wanduhr oben drauf. So, alle glücklich. Am meisten wohl meine Schwägerin. Das habe ich allerdings erst später herausbekommen und war dann richtig stinke sauer.

[Tip: Nicht in Geschäften kaufen, die keine Preise anzeigen und keine Festpreise haben, sondern ihre Preise nur in Listen haben. Sie haben Preise für Barzahlung mit kleiner und grösserer Kommission und für Ratenzahlung. Meine Schwägering hat eine satte Kommission für unseren Einkauf bekommen nur weil sie mitgegangen ist. Sie hat sich die Kommission später abgeholt oder sich dafür Sachen dort ausgesucht (Da verdient der Laden gleich zweimal). Auch wenn ihr alleine in diese Geschäfte geht, ihr zahlt immer Kommission obendrauf. Die Verkäufer sind dort nicht angestellt, sie sind freischaffend und verdienen nur durch ihrer Verkäufe. Feine Sache für den Ladenbesitzer. Besser alles auflisten und spezifieren was man kaufen will und dort „your best price“ eintragen lassen. Mittlerweile gibt es auch Geschäfte und Ladenketten mit Festpreisen]

 

 

Gardinen hatten wir teilweise aus DE mitgebracht, die wurden geändert. Der Rest wurde dazu genäht.

Nun kam meine Frau mit dem Hammer, dass das Haus eingeweiht werden muss. Der Priester musste kommen. Ich sagte ihr, dass das nicht mein Fall ist, aber sie könne es machen, aber ich würde mich zurückhalten. Der Priester mit zwei Messdienern kam und das weisse Huhn wurde geköpft. Der Priester ging mit dem bluttriefenden Huhn betend von Zimmer zu Zimmer und bestrich die Türpfosten mit Hühnerblut. Die Messdiener mit dem Weihrauchkessel hinterher und der Rest der Familie und Nachbarn Gebete murmelnd bildeten den Abschluss. Der Priester bekam das tote Huhn mit auf den Weg. Der Rest der Gemeinde blieb zum fröhlichen Imbiss und Umtrunk. Ab da machte ich dann auch mit.

[Zu den Gepflogenheiten der kath. Kirche, wenn sie eine alte tiefeingesessene Gewohnheit, die nicht in den Rahmen der Kirche passt, nicht ausmerzen kann, diese dann zu übernehmen oder zu integrieren, Stellung zu nehmen, überlasse ich Euch.]

 



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