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Lebensgeschichte – 08

 



 

 

SUROY-SUROY’S GESCHICHTE VON 1976 BIS 2009

08

 

Erkundungen in Stadt und Land

1. Teil – Fahrten nach Moalboal auf Cebu, Antequera auf Bohol und Zamboanga auf Mindanao

 

ch bin jemand, der immer gerne wissen möchte, was hinter der nächsten Kurve oder hinter der nächsten Ecke ist. Den „Jens Peters“ hatte ich mir mitgebracht. Meine Frau war nicht dazu zu bewegen, sich „NUR“ etwas anzuschauen. Sie ging nur mit wenn es hiess „Einkaufen“. Sie ging lieber zur Nachbarin, die hinter unserem Grundstück in einer kleinen Hütte wohnte und uns auch manchmal im Haus half, zum Schwatz.

Ich fuhr nach Moalboal und habe noch den Panagsama Strand mit Sand erlebt, bevor der Taifun kam und ihn weg holte. Wir schreiben das Jahr 1980 in meiner Geschichte.

 

 

Ich fuhr mit dem Schiff nach Tagbilaran, Bohol um auf dem sonntäglichen Markt in Antequera die Möglichkeiten für den Export von Korbwaren zu erkunden. Habe einige Muster mit nach Cebu genommen, aber daraus wurde damals nichts.

Ich bin mit dem Schiff nach Zamboanga City gefahren um den Barter Trade Market auszukundschaften. Die Schifffahrt dahin war schon ein Erlebnis. Ich hatte Billig-Klasse auf dem Deck mit Klappliegen gebucht. Kissen und Decken gabe es gegen Aufpreis. Jemand der anders aussah als alle anderen Mitreisenden, erregte mein Aufsehen. Sah aus wie ein Medizinmann oder so. Hopste herum und machte beschörende Gesten und wollte dabei Talismänner oder irgendwelche Medzin in kleinen Flaschen verkaufen und arbeitete sich so durch die Reihen. Irgendwann war er dann auch bei mir und gab mir zu verstehen, ich solle ihm doch was abkaufen. Er wurde immer aufdringlicher als ich nichts wollte. In den Flaschen waren Erde, kleine Steinchen, Holzstückchen, Haare, weiss der Geier was noch alles in einer Flüssigkeit. Ich gab ihm zu verstehen er solle sich trollen. Meine Pritschennachbarn zur Linken und zur Rechten wurden richtig bleich. Sie meinten, ich solle nicht den Ärger dieses Mannes erregen, er wäre ein Zauberer von der Insel Siquijor. Das war mir ziemlich egal, er sollte mich nur in Ruhe lassen. Ein Weilchen war es ja gut und zur Belustigung aller. Irgendwann ging er dann schimpfend weiter. Ich kann mir schon vorstellen, wenn man daran glaubt, dass der Zauber einen krank machen kann. Krank geworden bin ich nicht und irgendwelche Voodoo Stiche im Hintern habe ich auch nicht verspürt.

Auf der weiteren Fahrt lernte ich einen philippinischen Soldaten kennen. Er war auf dem Weg von seiner Einheit nach Hause, um seine Familie zu besuchen, mit Ausrüstung und Gewehr. Er lud mich zu seiner Familie nach Hause ein. Ich sagte ihm meine Hotel Adresse in Zamboanga. Im „Jens Peters“ stand ein billiges Hotel, nicht weit weg vom Hafen und um die Ecke war die Strasse wo das Lantaka Hotel und damals auch der Barter Trade Market waren. Einige Stunden nach dem ich im Hotel war, kam mein neuer Freund um mich abzuholen. Wir fuhren zu seinem Hause und ich wurde der Familie vorgestellt. Er war sichtlich stolz einen weißen Freund zu haben. Es gab Pulatan und Bier. Während der Unterhaltung, in nicht allzuweiter Entfernung, waren plötzlich Schüsse zu hören. Der Soldat meinte, ich solle ruhig sitzen bleiben. Er ging raus und kam mit seinem Gewehr und einer Handfeuerwaffe zurück. Er behielt das Gewehr und die andere Waffe gab er seinem Bruder und sagte, sie wollen mal nachsehen was da los ist. Es fielen keine weiteren Schüsse mehr. Nach einer Weile kamen sie grinsend zurück und meinten da hätte es in der Nachbarschaft „family trouble“ gegeben. Bei mir kam so richtig keine Unterhaltungslaune mehr auf. Er brachte mich dann wieder zurück zum Hotel. Alles ungewohnte Dinge für mich. Ich sollte kurz darauf noch mehr Gewalt zu sehen bekommen und auch noch die folgenden Jahre, eigentlich bis heute.

Später gegen Abend ging plötzlich das Licht aus. Gut das ich im Hotel war. Wir saßen bei Kerzenlicht und Bier im Hoteleingang auf der Treppe. Es wurde mir angeraten nicht auf die Strasse zu gehen. Dann hörte man mit Sirenengeheul auf der Strasse am Lantaka Hotel die Feuerwehr fahren. Es war gespenstisch, alles Dunkel und dann wieder Schüsse. Diesmal aber heftiger und mehrere. Am nächsten Tag wurde mir gesagt, es hatte ein Feuer gegeben in Rio Hondo und man hätte die Feuerwehr beschossen, aber jetzt wäre alles wieder ruhig. Ja welcome to the Wild East. Also ging ich den Barter Trade Market besuchen. Das hätte ich mir auch sparen können. Außer malayischer Batik in schlechter Qualität gab es eine Menge billiger Plastikwaren und Kosmetik aus Hongkong nicht viel. Vielleicht die Messingwaren der einheimischen Moslems, aber die Sachen konnte ich nicht beurteilen.

 

 

Ich habe mir in Zamboanga noch den Pasonaca Park mit dem Baumhaus angesehen. Ich durfte sogar hochklettern und es von innen besichtigen. Das Baumhaus war komplett mit Küche, sogar Kühlschrank, Bad, Wohn- Schlafraum ausgestattet und wurde an Honeymooner vermietet. Am Hafen hat mir noch der Fischmarkt direkt am Wasser und der normale Markt gefallen. Auch dort gab es viele Messingartikel. Zurück aufs Schiff mußte man eine Art Zoll passieren. Es waren nur bestimmte Mengen von Artikeln des Barter Trade Markets erlaubt.

Das war mein erster Besuch in Zamboanga City. Ich sollte wiederkommen.

 

 



 

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