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Lebensgeschichte – 12

 



 

 

SUROY-SUROY’S GESCHICHTE VON 1976 BIS 2009

12

 

6.Teil – 2 Tage im Paradies

 

 

-1980-
ein Sextourist aus Basel war schon einige Tage da und auch ein Onkel mit seinem Neffen aus Köln. Mamasan und die Mädels machten gute Geschäfte. Dialekte und Akzente gab es viele zu hören im und ums Tourist Seaside. Der Baseler hatte eine Vorliebe für die junge Frauen. Das hatte auch George Aznar bemerkt. Der kam öfter mal auf ein paar Bier ins Hotel oder auch in die Kneipe, war aber sonst mehr im offenen Restaurant ein Stück weiter zu finden. Die Aznar Familie bewohnte ein grosses Haus zwischen City Hall und Strand am anderen Ende des grossen Platzes hinter der City Hall. Die Aznars sind eine alte einflussreiche Familie in Cebu. Ihnen gehört unter anderem die South Western University in Cebu City.

Also George erzählte uns, wenn wir Lust hätten, er wüsste, wo in ein paar Tagen auf einer kleinen Insel, Fiesta gefeiert würde. Es war die kleine Insel Hingotanan. Er würde alles organisieren. Und dem Baseler machte er schmackhaft, für eine gute Spende würde er dafür sorgen, dass er die Beauty Queen küssen dürfe. Da wurde unser Baseler aber unruhig.

 

 

Ein paar Tage später, schon dunkel, trafen wir uns alle und unter Führung von George ging es los zum Hafen von Cebu. Gegen Mitternacht fuhren wir auf einem kleinen Dampfer in Richtung Talibon auf Bohol. Ein paar Bier für die Fahrt hatten wir noch vorher gekauft. Wir genossen die kühle Nacht hinter der Brücke mit einem Sternenhimmel wie ihn nur die Tropen hervorbringen können. Noch im Dunkeln kamen wir in Talibon an. George besorgte ein Pumpboat für die weitere Fahrt nach Hingotanan. Wir tuckerten im diffusen Licht durch die Nacht. Am Horizont war das erste Morgengrauen zu erahnen. Überall waren schemenhaft kleine Inseln zu erahnen. Zu welcher wollten wir? Genau als die Sonne aufging rauschten wir mit gestopptem Motor auf einen kleinen Strand der Insel Hingotanan.

 

 

Dahinter war ein Weg zu sehen, der von üppigem Grün und Kokospalmen gesäumt war. Die ersten Inseleinwohner hatten uns entdeckt. Wir marschierten über sauber gefegte Sandwege zum anderen Ende der Insel. Keine Strassen, keine Autos, keine Mopeds, nur ein Fahrrad mit Beiwagen für den Transport von schweren Sachen. Herrliche Ruhe.

 

 

Wir wurden vom Bürgermeister begrüsst und Gross und Klein standen um uns herum. Viele sahen zum erstenmal Weisse. Haha, O. durfte nicht mit, der wollte sich nicht an den Kosten beteiligen. George, der Bürgermeister und der Baseler machten die Spende aus und es wurde abgemacht, er dürfe der Beauty Queen die Krone aufsetzen und sie küssen.

Bis dahin war noch Zeit. Wir machten uns daran die Insel zu erkunden. Es gab nicht weit vom Ort einen wunderschönen weißen Sandstrand und eine lang ins Meer hinausführende Sandbank. Nicht weit weg, aber durch tiefes blaues Wasser betrennt, konnte man Häuser auf einer weiteren Insel sehen. Jetzt gingen die Zigaretten aus und im Insel Supermarkt (store) gabe es keine mehr. Goerge musste wieder ein Pumpboat organisieren und einige von uns fuhren mit auf die andere Insel um Zigaretten zu kaufen. Dort gab es im Laden auch einen Kühlschrank, der wurde mit Kerosin betrieben. Strom gab es auf beiden Inseln nicht. Wir hatten noch Zeit für ein, zwei Bier. Nach der Rückkehr zur Insel gab es nur noch Tuba (vergärender Palmwein).

Der Abend kam und die Zeit für die Krönung der Beauty Queen und der Baseler wurde immer fickeriger. Als dann endlich die Inselschönen auf die Bühne neben der Schule im Gänsemarsch ankamen, stand unser Baseler da schon mit grossen Erwartungen und der Krone in der Hand. Als er die Inselschönheiten dann kommen sah, hat er fast die Krone fallen lassen. Die Beauty Queen war gerade sechs Jahre alt geworden. Wir haben gebrüllt vor Lachen und uns auf die Schenkel gehauen.

An dem Abend gab es noch lange und viel Tuba zu trinken. Es war eine wunderbare Nacht, laue Luft, warmer Sand, das Rauschen der Palmen, das Plätschern der Wellen am Strand.

Gegen Mittag machten wir uns wieder auf die Rückfahrt. Das ganze Dorf brachte uns zum Pumpboat. Als wir wieder alle beisammen in der Kneipe am Tourist Seaside sassen und den Zurückgebliebenen die Erlebnisse schilderten, verschwand unser Baseler auf seinem Zimmer.

(Da sag doch noch einer Filipinos haben keinen Humor.)

 



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