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Lebensgeschichte – 25

 



 

 

SUROY-SUROY’S GESCHICHTE VON 1976 BIS 2009

25

 

Tokio – Seoul – Hongkong – Philippinen

 

Wir fliegen weiter nach Tokio. Es gibt bei der Einreise keine Probleme. Das einzige Problem ist, dass wir in einigen Stunden mit dem selben Flieger wieder zurück nach Seoul fliegen und wir müssen in dieser Zeit neu einkaufen und alles noch verpacken.

 

 

Narita hat zu dieser Zeit mit heftigen Demonstrationen zu kämpfen und die Japaner schreiben Sicherheit groß. Nachdem wir durch Immigration und Zoll durch sind, werden wir mit einem Shuttlebus zum Bahnhof für den Zug Keisei Skyliner nach Ueno Station in Tokio gefahren. Als wir das Flughafengelände verlassen, muss der Bus durch eine Schleuse fahren, die aus einem etwa 4-5 m hohen, durch Stacheldraht und Militär gesicherte Zaun besteht. Zuerst hält der Bus an einem Tor das genau so hoch wie der Zaun ist. Das Tor wird elektrisch geöffnet und der Bus fährt in eine Art Schleuse. Das Tor geht hinter dem Bus wieder zu. Danach öffnet sich das nächste Tor vor dem Bus und wir können das kurze Stück im Slalom durch Betonbarrieren zum Bahnhof fahren. Dort wird das Gepäck nochmals geröngt und wir einer Leibesvisitation unterzogen, bis wir endlich am Fahrkartenschalter stehen und unsere Ticketsfür den nächsten Zug bekommen.

Wie alle Züge in Japan ist auch dieser super pünktlich. Da der Zug die gleiche Strecke immer hin und her fährt, kann man die Lehnen der Sitze umlegen, sodass man immer in Fahrtrichtung sitzen kann. Wenn die Reklametafeln mit den japanischen Schriftzügen nicht wären, könnte man auch durch eine Landschaft in Europa fahren. Zuerst denke ich irgendwo singen Vögel, bis ich bemerke, dass es eine sich wiederholende Ansage im Zuge ist. Eine zarte Stimme macht alle Fahrgäste darauf aufmerksam, dass man bei einem plötzlichen Halt hinfallen und sich verletzen könnte. Nach 75 Minuten Fahrzeit sind wir an der Endstation in Ueno angekommen.

 

 

Nicht weit vom Bahnhof entfernt weiß Michael in welchen Läden wir was bekommen und alles geht recht fix von statten und wir sind schnell wieder mit einem Skyliner auf dem Weg zurück nach Narita. Das Verpacken wird im Zuge erledigt und wir sind pünktlich zum Einchecken wieder da. Haha, es war die gleiche Crew die wieder zurückflog und die machten dumme Gesichter, als uns einige der Stewardessen erkannten, dass wir schon wieder dabei waren. Wir genossen den Flug, das Essen und die kostenlosen Getränke und waren am Abend wieder im White House.

Da es schon Abend war, hatte der Aufkäufer nicht mehr genügend Bares und wir mussten bis zum nächsten Tag auf unser Geld warten. Also war der nächste Tag in Seoul frei, ausser zum Geld wechseln. Das gleiche Prozedere nochmal wie gehabt, allerdings diesmal in US Dollar. Wir buchten für den nächsten Tag unseren Flug nach Hong Kong. Wir wollten vor Weihnachten noch so oft wie möglich die Tour machen und dann über Weihnachten wieder auf die Philippinen fliegen.

Um nicht immer wieder die gleichen Stempel im Pass zu haben flogen wir manchmal auch von Seoul nach Osaka und blieben manchmal auch über Nacht, sowie die Flugverbindungen gerade passten. So lernte ich mit der Zeit alle preiswerten (was ist in Japan schonpreiswert?) Übernachtungsmöglichkeiten und Läden, die für uns wichtig waren kennen. Für Sightseeing in Japan war keine Zeit.

 

 

In Hong Kong bekam ich mit der Zeit auch mehr zu sehen. Es waren oft einige Tage zwischen den Flügen Zeit, weil wir keine Buchung auf die Flüge nach Seoul bekamen. Ich lernte die MTR (Mass Transit Railway) von Hong Kong zu benutzen. Es war schon ein eigenartiges Gefühl von Kowloon mit der MTR nach Hong Kong Island rüber zu fahren. Man merkte wenn sich der Boden senkte und wusste, jetzt sind wir unter Wasser.

Aber am meisten hat mich doch immer wieder die Überfahrt mit den alten Schiffen der Star Ferry beeindruckt. Das geht im 7-10 Minuten Takt hin und her, zwischen dem regen Schiffsverkehr der im Hong Konger Hafen herrscht. Der Hafen lebt, überall ist Bewegung. Dort zieht ein Schlepper langsam schwer beladene Leichter hinter sich her, dazwischen flitzen Hoovercrafts und Schnellboote, grosse Autofähren kreuzen von weiterher und ab und zu auch ein grosses Containerschiff, dass zu den weiter entfernten Ankerplätzen im Hafen will.

 

 

Einige Male bekam ich sogar eines der grossen weissen Kreuzfahrschiffe zu sehen, die dann am Ocean Terminal direkt neben dem Star Ferry Pier festmachen. Wir gingen morgens auf den Jade Market, abends auf den Night Market mit den Billig Artikeln, dem Lady’s Market und über den Bird’s Market. Wir sassen spät abends an der Nathan Road und schauten den Huren beim Kundenfang zu, oder dem indischen Pimp der seine dicken Matronen loswerden wollte. Unglaublich, da kam einer und nahm ihm gleich beide Dickerchen ab.

Wir sassen am Freitagabend im überfüllten „Blacksmith’s Arms“ und tranken Bier. Es gab einen Hinterausgang im Chung King von dort kam man durch einen Durchgang zur Strasse (wir nannten diesen Durchgang berechtigterweise „Rat Alley“, dort lag in der Nacht der Dreck meterhoch) und von dort war es nur um die Ecke zu den „Four Sisters“ (Koreanischer Club), zur Strasse zum Blacksmith’s Arms und gegenüber waren zwei philippinische Restaurants.

 

 

Wir sind auch mal mit der Fähre an einem frühen Morgen zur Insel Cheung Chau gefahren. Dort gibt es keine Autos und zumindest an Wochentagen nicht soviele Menschen wie in Kowloon und einen einigermassen brauchbaren Strand. Wir wollten ja sparen so gut es ging, also gingen wir ins Ocean Terminal in „The Brewery“, dort gab es günstiges Frühstück und Kaffee bis zum Abwinken für HKG $10. Da wir bei Mama im Chung King auch den Kühlschrank benutzen konnten, holten wir uns auch schon mal einige Sachen aus einem Supermarkt etwas weiter hoch auf der Nathan Road. Wir haben bei den Indern und Pakistanis im Chung King gegessen.

Irgendwann war es dann soweit und Weihnachten rückte näher und wir besorgten uns Tickets nach Manila. Noch ein paar Geschenke einkaufen für meine Kinder in Cebu City und für meinen Liebling von Cagayan de Oro City. Sie wollte wieder nach Cebu kommen.

 



 

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