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Lebensgeschichte – 31

 



 

 

SUROY-SUROY’S GESCHICHTE VON 1976 BIS 2009

31

 

Besuch bekamen wir auf unserer Burg nicht viel und die, die kamen, die waren mit irgendwelchen durchschaubaren Begründungen vorm Dunkel werden verschwunden und wir sagten grinsend „good bye“. Ein Bankmanager fragte mich allen Ernstes, ob ich denn keine Angst vor den Zwergen hätte. Dem habe ich glaubhaft machen können, dass der Boss der Zwerge, der hiess Juan, jeden Abend sobald es dunkel wird zu mir kommt um zu fragen, was sie denn in der Nacht alles an Aufgaben zu erledigen hätten. Und das ich die ganze Truppe auch bei Namen kannte und das sie, obwohl etwas kauzig, doch ganz friedliche Burschen sind. Nur man dürfe sie nicht verärgern und nicht an Zwerge glauben, aber schon gar nicht auf dem Grundstück einfach irgendwo hinpinkeln ohne vorher laut zu rufen: Sorry, sorry ako ehe! Entschuldigung, Entschuldigung, ich muss pinkeln! Wenn man das nicht machen würde, dann könnten sie doch recht unangenehm werden und würden alle gleichzeitig immer gegen das gleiche Schienbein treten. Der Gute hat noch früher die Flucht ergriffen als alle anderen.

Da W. seinen Trimaran offiziell nicht mehr hatte und das Beachcomber auch nicht mehr gut lief, hatten Yogi und Charlie nichts mehr zu tun in Cebu. Ich wollte Ihnen helfen und meinte, sie sollen nach Cagayan de Oro kommen. Eines Tages waren sie dann da. Liebling kannten sie ja schon von Cebu, nur diesmal war sie in einer anderen Position. Sie war die Frau im Haus und die beiden hatten nichts und mussten von dem Leben, was sie ihnen gab. Da beide Raucher waren bekamen sie die billigsten Zigaretten die es damals gab, Aurora, ohne Filter, gepackt zu 30 Stück. Das Papier hatte einen widerlichen süssen Geschmack und die Zigaretten waren so lose gestopft, nachdem man die Hälfte geraucht hatte, lagen von der anderen Hälfte Papier und Tabak getrennt in der Packung. (Schade, ich kann kein Bild davon finden). Beim Bier kamen wir wieder auf die Idee, Filmvorführung hier in Mindanao zu machen, damit Liebling und die Jungs ein Einkommen haben und von der Strasse sind. Als ich das nächstemal wieder von Hong Kong nach Cagayan de Oro kam, brachte ich einen 16mm Filmprojektor mit. Liebling war nach Manila gekommen und wir besuchten in Quiapo die einschlägigen Filmverleih Gesellschaften. Man wollte uns im 2 wöchigen Turnus einen Film mit PAL nach Cagayan de Oro schicken. Wir bekamen einen Film in 3 oder 4 Filmboxen mit und wenn der neue Film ankäme, sollten wir den vorherigen zurück schicken.
Vorführorte waren schon in beide Richtungen der Highway von Cagayan de Oro ausgekundschaftet worden. Im Westen bis nach Manticao, das ist kurz vor Iligan und im Osten bis hinter Gingoog, alles in Misamis Oriental. Mit dem noch vorhandenen 8mm Projektor wurden unsere kurzen Filme welche wir schon in Cebu gezeigt hatten, als Vorfilme gezeigt. Das lief eine ganze Weile ganz gut aber irgendwann gab es Zwist und als ich eines Tages mal wieder kam, da waren kein Yogi und kein Charlie mehr da. Von Yogi habe ich nochmal gehört, dass er in Manticao bei einer Fischerfamilie zu der 16jährigen Tochter gezogen ist und dem Vater beim Fischen geholfen hat. Vielleicht ist er jetzt einer der Unglücklichen die um die Quiapo Kirche herum lungern.

Es wurde mal wieder Weihnachten, 1982. Wir waren unten an de Highway im „Green Store“, klar, weil der grün angestrichen war. Dort gab es einige Tische mit Sonnenschirmen draussen und kaltes Bier. Wie und woher sich dorthin eine Gruppe von 3 Deutschen hin verirrt hatte, das weiss ich nicht mehr. Die Jungs hatten ihren bezahlten Wahlurlaub inklusive Flug auf die Philippinen gewählt. Sie arbeiteten auf Montage im Irak und wollten zu Weihnachten noch nach Hause. Da kam mir die Idee ich könnte doch auch meine Eltern auf einen Sprung besuchen. Am nächsten Tag Ticket besorgt und einen Flug am Heiligen Abend mit PAL bekommen. Die drei flogen vorab nach Manila und dort wollten wir uns wiedersehen und gemeinsam nach DE fliegen. Es war ein phantastischer Flug am Heiligen Abend. Der Flieger war fast leer. Die PAL Mädels hatten sich mit Decken ihren Schlafsaal abgesteckt, die Karren mit Essen und Getränken zur freien Benutzung hingestellt. Ich hatte eine ganze Reihe für mich alleine und konnte lang liegen und ein Buch lesen. Am 1. Weihnachtstag war ich in DE und meine Eltern freuten sich, mich wieder zu sehen. Aber nach drei Tagen hielt mich nichts mehr in DE und ich buchte meinen Rückflug. Pünktlich zu Silvester war ich wieder in Cagayan de Oro City.

 



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