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Lebensgeschichte – 42

 



 

 

SUROY-SUROY’S GESCHICHTE VON 1976 BIS 2009

42

 

Alle wollten an einen schönen Strand und Cesar meinte wir sollten entweder das Paddelboot nehmen oder zu Fuss zum Halige Beach gehen. Dort wäre es ruhig und schön. Wir, Santa Klaus, Hubertus, Liebling und ich machten uns zu Fuss auf den Weg. Das war ja nur von der Hauptstrasse ein paar hundert Meter Richtung Puerto Galera und dann nach links ab zur Boquete Insel. Diese Insel ist mit Mindoro durch eine Sandbank verbunden. Bei Ebbe kommt man trockenen Fusses auf die Insel aber bei Hochwasser muss man durch niedriges Wasser waten. Gleich an der Sandbank befindet sich das Sand Bar Beach Resort Tauchresort. Das hiess damals aber anders, ich kann mich aber nicht mehr erinnern. Wir marschierten weiter und ab und zu traffen wir mal jemanden und fragten nach dem Weg. Es gingen nur Fusswege und Trampelpfade durch das Gelände. Schliesslich fanden wir den Halige Strand. Wir waren allein. Es ist ein schöner kleiner Sandstrand an beiden Seiten von grossen Felsblöcken eingerahmt. Wir packten unsere Rücksäcke mit Proviant in den Schatten und wollten gerade ins Wasser gehen als ein ungemein lautes Gekreische einsetzte und in den Bäumen und Büschen am rechten Ende des Strandes sich die Äste wie wild bewegten. Eine Horde wilder Affen hatte uns entdeckt und wussten wohl, dass die Rucksäcke Futter bedeutete oder sie wollten uns nur los werden um den Strand für sich alleine zu haben. Aber mit alleine sein war nichts mehr. Einmal durch die Affen und auch andere hatten uns schon entdeckt und zwar von der Seeseite her. Erst kam ein, dann noch ein kleines Auslegerboot dazu mit Leuten die uns etwas zu Essen und zu Trinken verkaufen wollten. Bier hatten sie keines, wollten es aber besorgen. Ich dachte ich träume, aber innerhalb kurzer Zeit kam die gute Frau mit kaltem Bier zurück. Keine Ahnung wo sie das in der kurzen Zeit aufgetrieben hatte. Dann kam noch jemand mit frisch gefangenem Fisch vorbei. Das liess Liebling sich nicht zweimal sagen. In kurzer Zeit war ein kleines Lagerfeuer entfacht, der Fisch ausgenommen und unsere mitgebrachten Fressalien ausgepackt. Das war ein wunderbares Picknick mit den mobilen Verkäufern und den kreischenden Affen die ihren Anteil einforderten als Zuschauer. Nach dem Schmaus ging es dann nochmal ins Wasser. Jemand hatte gesagt, auf der anderen Seite, schon in der Bucht vom Hafen von Puerto Galera könne man gut schnorcheln. Also machten wir uns auf den Weg auf die andere Seite. Dort in einem Kokospalmenwald wurden dann die Schnorchel aufgesetzt, ausser von mir, ich bin lieber über dem Wasser. Alle waren von der Unterwasserwelt begeistert.

Abends waren wir nach diesem schönen Tag wieder im Fischerman’s Cove und damit zuhause. Es gab auch an diesem Abend noch reichlich Bier und viele Geschichten. Ein paar Tage später in Puerto Galera läuft mir meine alte Liebe, Rosemarie, an der Hand ihren Aussie, aus Ermita über den Weg. Das war die die mir mein Hemd und die Jeans mit der Schere zerschnitten hat und dann noch das Seitenfenster vom Taxi mit dem Zimmerschlüssel eingeschlagen hatte und die, die mir einreden wollte, sie bekommt ein Kind von mir. Ich hoffe sie ist mir ihrem Aussie glücklich geworden. An diesem Tag streckte sie mir die Zunge heraus.

Einige Tage später wollten Santa Klaus und Hubertus auch noch zu dem Manyan Dorf. Liebling beschwatze mich, dass wir doch mitgehen sollten. Ich sagte zu, aber nur unter der Bedingung, dass wir nicht wieder durch den Fluss heruntergehen. Alles klar und ich Depp glaube an so etwas. Ich konnte mich nach dem Manyan Dorf nicht mehr so an den Weg erinnern, aber als wir wieder vor dem Wegende nach unten zu Fluss standen, wusste ich was es geschlagen hatte. Ich wollte wieder zurück, aber was willste gegen eine Mehrheit von Dreien alleine machen. Das zweite Mal war genauso schlimm wie beim ersten Mal.

Cesar hatte auch noch eine neue Anlage am Mountain Beach. Wir fuhren mit dem Auslegerboot hin. Aber mir gefiel es im Fischerman’s Cove besser. Zwei Tage vor unserer Abfahrt zurück nach Manila hatte Cesar uns alle eingeladen zu einem Abendessen am Wasser. Passend zum Abendessen war Niedrigwasser und wo sonst Wasser ist vor den Bugalows wurde der Tisch mit dem Buffet aufgebaut. Es gab reichlich frischen gegrillten Fisch, Tintenfisch und Garnelen, alles auf Bananenblättern serviert. Das Bier floss in Strömen. Das mussten wir selber bezahlen, aber das Essen war Cesars Abschiedsgeschenk an uns. Ich kann mich nicht erinnern wie ich ins Bett gekommen bin. Ich musste aber in der Nacht mal zur Toilette und die waren draussen. Ich konnte aber die Tür von unserem Bungalow nicht finden und Liebling wollte nicht wach werden. Ich bin dann mit nacktem Hintern aus dem Fenster rausgefallen. Das war ganz schön hoch, denn die Hütte stand auf Pfählen. Nachdem ich nun gepinkelt hatte wollte ich wieder rein und stand nackt vor der verschlossenen Tür. Liebling wurde nicht wach. Irgendwie habe ich es dann geschafft wieder am Fenster hoch zu kommen und durchs Fenster wieder in die Hütte. Die ganze Zeit dachte ich immer, hoffentlich sieht mich keiner von den Mädels wenn die schon früh in der Küche anfangen alles vorzubereiten. Am nächsten Morgen fand ich dann auch wieder die Tür nach draussen und suchte meine Schuhe. Die waren aber nicht mehr da. Ich hatte sie abends unten an der Treppe zur Hütte ausgezogen und fein säuberlich hingestellt, nun waren sie weg. Das Wasser stand mittlerweile auch wieder bis an die Treppe und dort wo wir gefeiert hatten war alles unter Wasser. Dann kam Hubertus und ich erzählte ihm von meinem Missgeschick mit den Schuhen. Der brauchte auch nicht lange um sie in einiger Entfernung auf dem Wasser dümpeln zu sehen. Hubertus nahm sich das kleine Auslegerboot für Gäste und padelte hin und kam mit meinen Schuhen zurück.

Das waren zwei wunderschöne Wochen gewesen.

 



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