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Lebensgeschichte – 15

 



 

 

SUROY-SUROY’S GESCHICHTE VON 1976 BIS 2009

15

 

9. Teil – Einkauf von bestickten Blusen und Muschelschmuck – 1981

 

Meine Eltern wollten mich sehen. So fing ich an meine Reise zu planen. Ich wollte für etwa 6 Wochen fahren. Ich wollte auch versuchen in dieser Zeit etwas Geld zu verdienen. Von unserem vorherigen Besuch hatten wir damals schon Muschelschmuck, hauptsächlich Halsketten und Armreife mitgebracht. Die hatte ich auf Flohmärkten verkauft. Da waren die Preise noch in Ordnung.

Ich suchte aber noch zusätzlich etwas Besonderes. Da stand im „Jens Peters“ etwas von feinen Blusen aus Jusi, der Ananasfaser.

 

 

Ich machte mich auf dem Landwege auf nach Iloilo. Früh morgens zum südlichen Busterminal. Von dort mit einem Bus über Naga nach Toledo, zur anderen Seite von Cebu. Die Strasse von Tabunok nach Toledo durch die Berge war damals schon nur mit grosser Mühe zu befahren und gefährlich. Von Toledo fuhr ein Schiff rüber nach San Carlos auf Negros. Dort warteten schon die Busse, die über die Küstenstrasse nach Bacolod fuhren. Ich war zum erstenmal in „Sugarlandia“. Es waren viele Lastwagen hochbeladen mit Zurckerrohr unterwegs. Ich kam an grossen Zuckermühlen vorbei. Damals war für die Zuckerbarone die Welt noch in Ordnung. Am späten Nachmittag erreichten wir Bacolod. Für ein Schiff rüber nach Iloilo auf Panay war es zu spät. Ich suchte mir ein Hotel für die Nacht. Am nächsten Morgen nahm ich das erste Schiff nach Iloilo. War eine schöne Fahrt, habe mich damals mit vielen Leuten unterhalten. Die natürlich wie immer wissen wollten: Woher, wohin, warum, wie alt, verheiratet, wieviele Kinder, bloss wo es in Ilolio die Jusi Blusen gab, das wusste keiner. Wir kamen an der Insel Guimaras vorbei bevor wir in die Flussmündung in den Hafen von Iloilo einfuhren. Auf der Insel Guimaras stand mutterseelenallein ein grosses weisses Haus auf einem Felsen mit einem Anleger in den Klippen und einem Steg zum Haus. Die Leute sagten, es gehöre einer reichen philippinischen Familie. Im Flusshafen von Iloilo war damals noch die Endstation einer Bahnlinie bis nach Roxas und es fuhren auch noch Züge. Leider habe ich die Fahrt nie gemacht.

In Iloilo angekommen machte ich mich sofort auf die Suche nach den Blusen. Haha, keiner wusste etwas davon. Die Erfahrung habe ich später noch oft gemacht, dass keiner etwas weiss. Es besteht kein Interesse daran irgendetwas zu wissen, was nicht unbedingt mit dem täglichen Leben der Leute zu tun hat. Ich glaube auch irgendjemand schreibt etwas, und ein anderer Schreiber übernimmt es als gegeben. Es wurde abends und ich hatte nichts gefunden. Ich ging auf ein paar Bier in einen Laden mit live Countrymusik.

 

Am nächsten Morgen dann zur City Hall, schauen ob die etwas wissen. Die verwiesen mich an die lokale Industrie- und Handelskammer, nur ein Gebäude weiter. Dort wusste man etwas von mehrer kleinen Produzenten die Textilien mit Stickereien herstellen sollten. Man führte einige Telefonate und jemand von der IHK begleitete mich dorthin. Man zeigte mir ein Sortiment an bestickten Blusen aus Bamwolle und Mischgewebe und auch Tischdecken und Platzdeckchen. Es war schon einiges dabei was mir gefiel. Es war Maschinenware aber ordentlich gemacht. Ich machte eine Bestellung und man sagte mir, man würde Nachricht geben wenn die Sachen fertig wären.

 

Ich lud den jungen Mann von der IHK zum Abendessen im Hotel ein. Da bekam ich meinen ersten Bangus (Milchfisch) serviert, haha, bloss der war nicht ‚boneless‘. Dieser Fisch hat ganz viele kleine dünne Gräten. Den musste der Kellner für mich auseinandernehmen, sonst hätte ich nichts davon essen können.

Am nächsten Tag ging es dann in die andere Richtung wieder zurück nach Cebu.

 

 

Irgendwann kam dann die Nachricht, dass meine Bestellung fertig zur Abholung wäre. Diesmal wollte ich das Flugzeug nehmen.

 

Ich kann mich nur noch vage erinnern. Irgendetwas war einen Tag vorher auf dem Flughafen von Iloilo passiert. Ich glaube ein Flugzeug der PAL war mit einem Tricycle auf der Rollbahn zusammengestossen. (Haha, auf Camiguin führt eine kleine Strasse quer über die Lande- und Startbahn zum Strand von Tia’s und noch einigen kleinen Resorts.)

Die Ware wurde begutachtet, bezahlt und versandfertig gemacht. Zurück nach Cebu.

In der Zwischenzeit hatte ich einige weitere Muschelhändler aufgesucht. Das war auch ein schweisstreibendes Unterfangen und viel Rennerei, denn wer weiss schon etwas wenn du fragst. Die Einkäufe waren auch erledigt.

Ich war reisefertig für einen Besuch in Deutschland.

 



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